Feministische Ethik

📝 Was denkst du darüber? Ist Feminismus deiner Meinung nach (auch) Männersache? Ist Feminismus notwendig?

Gibt es typische Frauen- und Männersachen? Was sind deiner Meinung nach die Gründe für eine unterschiedliche Behandlung von Männer und Frauen? Was ist dein persönlicher Weg zur Verbesserung der Situation? Hatte Simone de Beauvoir recht, als sie sagte, dass Rollen und Erwartungen, die an Frauen gestellt werden, nicht auf biologischen Unterschieden zwischen den Geschlechtern beruhen, sondern auf sozialen Konstruktionen?

64 Antworten

  1. Feminismus – eine gemeinsame Aufgabe? Feminismus betrifft die gesamte Gesellschaft, nicht nur Frauen. Auch Männer profitieren von Gleichberechtigung, da starre Geschlechterrollen einschränken und alle beeinflussen. Feminismus setzt sich für gleiche Rechte und Chancen aller Geschlechter ein.
    Kulturelle Prägung bestimmt oft vermeintliche „Frauen- und Männersachen“. Gesellschaftliche Erwartungen, nicht biologische Unterschiede führen zu Einteilungen, die Berufe wie Erzieher und Reinigungskraft Frauen und technische Berufe Männern zuschreiben. Typische „Frauensachen“ wie Hausarbeit, Kinderbetreuung und Pflegeberufe werden meist als selbstverständlich weiblich betrachtet. Berufe in IT oder Handwerk gelten hingegen als männlich. Eine faire Gesellschaft ermöglicht es Individuen, Interessen ohne Stereotype zu verfolgen. Die ungleiche Behandlung von Männern und Frauen hat historische und gesellschaftliche Ursachen. Diese zeigen sich unter anderem in traditionellen Rollenbildern, struktureller Benachteiligung am Arbeitsplatz und ungleichen Löhnen. Oftmals übernehmen Frauen mehr Pflegearbeit, wodurch ihre beruflichen Möglichkeiten begrenzt werden. Sie sind auch in den politischen und führenden Gremien weniger vertreten, wodurch die Chancen etwas zu ändern nicht steigen. Die Gründe für die unterschiedliche Behandlung von Frauen und Männern sind vielfältig. Ein wesentlicher Faktor ist die jahrhundertelange Prägung durch patriarchale Gesellschaftsformen, in denen meist Männer die Machtposition besetzten und Frauen in Abhängigkeit hielten. Feminismus setzt an solchen Stellen an und fordert die Befreiung von einengenden Rollenerwartungen, damit sich jeder Mensch frei entfalten kann. Meine persönliche Rolle bei der Verbesserung dieser Lage besteht darin, die Gerechtigkeit zu fördern. Das heißt, dass ich mich gegen Diskriminierung ausspreche, gängige Denkweisen hinterfrage und eine gerechte Verteilung von Möglichkeiten fordere. Kleine Maßnahmen wie die Förderung von Vielfalt und ein kritischer Blick auf Medieninhalte leisten einen Beitrag zum Wandel.
    Der Feminismus ist erforderlich, da die Gleichberechtigung noch nicht vollständig und kein Selbstläufer ist. Wir alle gemeinsam müssen die bestehenden Strukturen in Frage stellen und eine Zukunft mitgestalten, die gerechter ist.

  2. Ich wachse in einer Familie auf, in der die stereotypischen Geschlechterrollen umgekehrt sind. Meine Mutter arbeitet und mein Vater nicht. Er ist somit mehr zuhause und kann sich dementsprechend auch mehr um meine Schwester und mich kümmern. Wenn man in so einer Familienkonstellation lebt, fällt es einem jedes Mal auf, wenn in irgendeiner Situation vom Gegenteil ausgegangen wird. Ob es heißt, man solle seine Klamotten der Mutter zum Waschen geben, oder in einen längeren Urlaub könne der Vater ja vielleicht nicht mitkommen. Dann denkt man sich im Stillen: „Tja, bei uns ist es eben andersherum.“ Doch jedes Mal, wenn man einen Kommentar dieser Art hört, fällt einem wieder auf, dass das stereotypische Rollenbild von der Frau, die sich um die Kinder kümmert und dem Mann, der das Geld nach Hause bringt, in unserer Gesellschaft nach wie vor weit verbreitet ist.
    Um eine Änderung dieser Wahrnehmung von Geschlechterrollen zu erreichen, muss die gesamte Gesellschaft etwas dazu beitragen. Deshalb denke ich, dass Feminismus auch Männersache ist. Man kann keine großflächigen Änderungen bezwecken, wenn man dabei die Hälfte der Gesellschaft außen vor lässt. Allerdings sollten Männer Frauen zuhören, und nicht davon ausgehen, dass sie wissen, was die Frauen brauchen. Nur wenn Frauen ihre Erfahrungen mit Sexismus teilen und Männer willig sind, zuzuhören und ihr eigenes Verhalten zu ändern, kann eine Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern erreicht werden.

  3. Ist Feminismus meiner Meinung nach auch Männersache? Ist Feminismus notwendig?

    Feminismus ist eine politische Bewegung zur Befreiung der Frauen von jeglicher Form gesellschaftlicher Diskriminierung, die sie aufgrund ihres Geschlechts erfahren. Der Feminismus verlangt eine neue Kultur, deren Ordnungs- und Symbolsysteme nicht mehr einseitig männlich, sondern ganzheitlich menschlich definiert sind.
    Weder das Geschlecht noch die Rasse sollen den Wert oder die Rolle eines Menschen in der Gesellschaft bestimmen.

    Feminismus ist aus meiner Sicht erforderlich.
    Dafür spricht, dass man den Feminismus, also die Geschlechtergerechtigkeit, sowie alle anderen Menschenrechte ständig erkämpfen, schützen und fördern muss. Diesbezüglich gab es besonders in europäischen Ländern schon viele Fortschritte, trotzdem sind auch hier etliche Geschlechter bedingte Ungerechtigkeiten noch immer Teil des Alltags.

    Auch die feministische Ethik ist notwendig, denn vor allem bei Fragen, wie der rund um Abtreibungsrechte ist es wichtig, nicht nur mit traditionellen ethischen Systemen zu arbeiten, welche häufig hauptsächlich von Männern entwickelt wurden. Die Erfahrungen und Perspektiven von Frauen sind ebenso wichtig und sollten in ethischen Überlegungen berücksichtigt werden. Die feministische Ethik ist hierfür essentiell.

    Um die Meinung, dass Feminismus notwendig ist, zu untermauern, kann man noch Erkenntnisse von Simone de Beauvoir heranziehen. Sie beschäftigte sich mit der existentialistischen Ethik und anfangs hauptsächlich mit der Klassenfrage. Darunter befanden sich auch die Rechte der Frauen. Als sie sich aber länger mit diesen Thematiken beschäftigte wurde sie aktiv zur Feministin, da es besonders in diesem Bereich noch sehr wenige Werke, Forschungen und Überlegungen gab. Simone de Beauvoir sagt, dass aus dem biologischen Nachteil der Frau, für die Fortpflanzung zuständig zu sein, eine ungleiche Rollenverteilung in der Gesellschaft folgt, welche zur Unterdrückung der Frau führt. Sie behauptet nicht, dass Frauen wie Männer werden müssen; vielmehr sollten Frauen und Männer ethisch leben – in Bezug auf die Welt und insbesondere in Bezug auf das Schicksal anderer.
    Nach Simone de Beauvoir beruhen Rollen und Erwartungen an Frauen auf soziale Konstruktionen, nicht auf biologische Unterschiede. Im Existentialismus wird ein wichtiger Punkt aufgeführt, dass die Existenz den Menschen bedingt ohne jegliche Zuschreibungen von außen. Um diesen Ansatz des Existentialismus also auch für die sozialen Konstruktionen von Rollen und Erwartungen an Frauen umsetzen zu können benötigen wir den Feminismus.
    So, dass Frauen ihre Identität frei wählen können und sich keinen Rollen und Erwartungen der Gesellschaft unterwerfen müssen.

    Wir brauchen den Feminismus, denn auch in Deutschland sind ,,kleine‘‘ Unterdrückungen und deren Straflosigkeit im Alltag Gang und Gebe. Wenn man gegen diese Unterdrückungen nicht vorgeht werden sie normalisiert, in Folge dessen wird männliche Gewalt normalisiert.
    Außerdem bestehen immer noch Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern, wie man in Coronazeiten verstärkt merken konnte. Frauen übernahmen häufiger die Kinderbetreuung und eine Gender-Pay-Gap von durchschnittlich 18% Unterschied war auch zu erkennen.
    Frauen verrichteten also tendenziell weniger bezahlte Arbeit, aufgrund der Kinderbetreuung und bekamen zusätzlich oft für die gleiche Arbeit weniger Geld.

    Das patriarchalische Denken ist also immer noch tief in unserer Gesellschaft und in unserem Gedankengut verankert. Der Feminismus ist somit essentiell, um dagegen aktiv anzukämpfen.

    Feminismus ist meiner Meinung nach definitiv auch Männersache.
    Wenn Männer bevorteilt werden, müssen diese sich aktiv für Gleichberechtigung einsetzen. Damit geben sie vielleicht ein Privileg auf, dass sie über Jahre genossen haben, aber erfahren dadurch keine Nachteile, da sie sich schließlich für Gleichberechtigung und ein Leben welches für Alle besser ist einsetzen. Gleichberechtigung geht alle etwas an, auch die dadurch bevorzugten Gesellschaftsgruppen. Sklaverei konnte auch nicht ohne die Hilfe von ,,Nicht-Sklaven‘‘ abgeschafft werden.
    Es kann zu keinem gesellschaftlichen Wandel ohne die Hälfte der Gesellschaft, den Männern, kommen.

    Um die Situation der Geschlechtergerechtigkeit in unserer Gesellschaft zu verbessern muss man sich bewusstwerden, dass es Ungleichheiten gibt und darf diese nicht ausnutzen. Dies sollte man vor allem auch wenn man von der Diskriminierung selbst nicht betroffen ist tun.
    Es ist wichtig die Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern zu thematisieren und auch beim Erfahren von Unterdrückung darauf hinzuweisen und Unterstützung zu leisten.

  4. Feminismus ist ein oft sehr kontrovers diskutierter Begriff. Bewegung für Frauenrechte oder doch nur Männerhass? Doch was bedeutet es jetzt nun wirklich? Beim Feminismus geht es nicht nur um die Rechte der Frauen und darum, den Mann schlechtzureden, wovon einige Männer ausgehen und sich deshalb angegriffen fühlen, sondern vielmehr um die Gleichberechtigung und Gleichheit aller. In einer Welt wie unserer, in der traditionelle Rollenbilder fest verankert sind, stellt Feminismus eine Bewegung dar, die für Freiheit, Respekt und Gerechtigkeit eintritt. Meiner Meinung nach ist Feminismus auch Männersache. Denn wie man an der Begriffserklärung sieht, ist das Ziel des Feminismus eine allgemeine Gleichberechtigung von Frauen als auch von Männern. Und wieso sollten sich dann nur Frauen damit befassen müssen, wenn das Ziel doch allen etwas nutzt? Es wird eine Welt angestrebt, in der niemand aufgrund von Geschlechterstereotypen oder Diskriminierung eingeschränkt wird. Und dies betrifft Frauen wie auch Männer. Denn auch wenn sich in den letzten Jahren schon einiges getan hat und Frauen jetzt z. B. wählen gehen dürfen, bestehen weiterhin Ungleichheiten.
    Und diese beginnen meist schon im jungen Alter. Die Idee von typischen Frauen- und Männersachen wird schon Kindern in der Erziehung eingebläut – so spielen die Mädchen in ihrer rosaroten Prinzessinnenwelt mit ihren Puppen, während die Jungs sich draußen raufen oder mit ihren Autos und Baggern spielen. Doch diese Unterscheidung hört mit dem Erwachsenwerden nicht auf, sondern spitzt sich nur noch mehr zu. Denn auch die Berufswahl wird von Geschlechterstereotypen gesteuert. So werden häufig handwerkliche Berufe als Männerberufe und Erzieherinnen oder andere soziale Berufe als typische Frauenberufe angesehen. Darüber hinaus ergibt sich dann auch noch das Problem des Gender-Pay-Gaps, wobei Frauen weltweit oft schlechter bezahlt werden, obwohl sie die gleiche Leistung wie ihre männlichen Kollegen erbringen. Oder aber auch Unternehmen, die nach dem Ähnlichkeitsprinzip ihre Führungsstellen verteilen, wodurch diese immer wieder nur unter Männern weitergegeben werden und Frauen übergangen werden. So kommt es dazu, dass nur 30 % der Führungspositionen von Frauen besetzt sind. Doch am sichtbarsten sind die Geschlechterstereotypen in der Verteilung der Aufgaben im Haushalt. Der Mann geht arbeiten und sorgt für die finanzielle Sicherheit der Familie, während die Frau zu Hause bleibt und sich um den Haushalt und die Kinder kümmert.
    Diese Unterschiede sind jedoch keineswegs biologisch begründbar, sondern gesellschaftlich konstruiert. Natürlich ist nicht abzustreiten, dass bestimmte Merkmale neben den körperlichen Merkmalen wie der Körpergröße genetisch veranlagt sind, doch ein Großteil der Geschlechterstereotypen und Verhaltensweisen wird durch die gesellschaftlichen Vorstellungen und Normen in den Köpfen verankert. Auch die Philosophin Simone de Beauvoir beschäftigte sich damit und argumentierte, dass die Frauen nur als „das andere Geschlecht“ in Relation zum Mann angesehen werden und sich eine Hierarchie mit dem Mann als dominantes Subjekt und der Frau als beinahe untergeordnetes Objekt aufgebaut hat. Und allein dass die Vorstellung der Frau als weniger bedeutsames Wesen und des Mannes als untergeordnetem Subjekt seit Jahrhunderten in den Köpfen verankert ist, ist zutiefst verwerflich, vor allem wenn man bedenkt, dass ohne die Frauen die Geburt dieser übergeordneten Männer nicht einmal möglich wäre. Dieses Bild von den Geschlechterrollen und das Bild vom starken Mann und der zerbrechlichen, vom Mann abhängigen Frau wurden dann über Generationen hinweg weitergegeben. Dementsprechend benötigt es auch die gesamte Gesellschaft, dieses verankerte Bild zu durchbrechen, welches auch im Interesse der Männer läge. Denn wäre es nicht besser, für eine Führungsposition ausgesucht zu werden, weil man die Qualifikationen dazu hat, anstatt deshalb, weil man nach dem Ähnlichkeitsprinzip dem Ideal entspricht? Zum anderen leiden nicht nur Frauen unter dem festgelegten Bild der Geschlechterrollen, sondern auch Männer. Denn auch diese sollen der gesellschaftlichen Vorstellung entsprechen und werden als die starken und dominanten Figuren betrachtet, die in der Lage sein sollen, Probleme zu lösen und für Sicherheit und genügend Geld zu sorgen. Auch Emotionen wie Angst oder Unsicherheit werden dabei oft als schwach oder „unmännlich“ angesehen und sollten nach gesellschaftlichen Vorstellungen unterlassen werden. So wäre Feminismus auch in ihrem Interesse, da dieser durch die Aufbrechung verankerter Geschlechterrollen einen positiven Wandel für die gesamte Gesellschaft mit sich ziehen würde. Zudem geht es beim Feminismus nicht nur um Gerechtigkeit und Gleichheit, sondern darüber hinaus auch um die Wahrung der Würde des Einzelnen und vor allem um die Freiheit. Denn aufgrund der Geschlechterstereotypen werden vor allem Frauen in eine bestimmte Rolle gedrängt, nur weil sie ein bestimmtes Geschlecht besitzen, und können sich nicht entfalten und ihr Leben so gestalten, wie sie wollen. Entscheidet sich eine Frau für die Karriere und gegen Kinder, ist gesellschaftliche Kritik schon vorprogrammiert. Währenddessen Männer, die bspw. für ihre Kinder Mittagessen kochen, was nach den Vorstellungen ja Frauensache wäre, Lob bekommen, da sie ja trotz des Jobs Zeit dafür nehmen, was doch eigentlich selbstverständlich ist. Es ist im Interesse aller, eine gerechte, freie und friedliche Gemeinschaft zu schaffen, in der jeder Einzelne die Freiheit hat, sein Leben so zu gestalten, wie er es will und nicht, wie die gesellschaftlichen Vorstellungen es vorhersehen, und sich außerhalb dieser gesellschaftlichen Erwartung zu entwickeln. Um dieses Ziel und die Auflösung der verankerten überholten Vorstellungen zu erreichen, kann und muss jeder etwas tun. Jeder kann sich darüber informieren und sich dafür einsetzen, anstatt wegzusehen. Denn es benötigt sowohl Bildung als auch aktives Engagement, um dagegen anzukämpfen. Also ja, Feminismus ist auch Männersache.
    Feministische Ethik sowie der Feminismus als Ganzes sind essenzielle Entwicklungen, die darauf abzielen, eine gerechtere Gesellschaft zu schaffen. Sie stellen eine Herausforderung dar, unsere tief verwurzelten Vorstellungen zu überdenken und neue, inklusivere zu entwickeln. Nur durch die aktive Beteiligung aller Geschlechter können wir eine Welt schaffen, in der Geschlechtergerechtigkeit nicht nur ein Ideal, sondern gelebte Realität ist.

  5. Es gibt in vielen Kulturen und Gesellschaften immer noch zahlreiche typische „Frauen- und Männersachen“, die sich in verschiedenen Bereichen des Lebens manifestieren – sei es in der Kleidung, den Berufen oder den sozialen Erwartungen. Oftmals werden diese Rollenbilder als „natürlich“ angesehen, obwohl sie weitgehend sozial konstruiert sind. Männer wird beispielsweise oft beigebracht, durchsetzungsfähig, rational und unabhängig zu sein, während Frauen mit der Erwartung konfrontiert werden, fürsorglich, gefühlvoll und empathisch zu sein. Diese stereotypen Geschlechterrollen sind tief in gesellschaftlichen Normen und Traditionen verankert und wirken sich auf die Art und Weise aus, wie Menschen sich selbst und einander wahrnehmen.
    Die Gründe für die unterschiedliche Behandlung von Männern und Frauen sind vielfältig. Einerseits spielen biologische Unterschiede eine Rolle, etwa in Bezug auf die Fortpflanzung und die damit verbundenen hormonellen Unterschiede. Andererseits sind die sozialen Konstrukte und Erwartungen, die um diese biologischen Merkmale herum aufgebaut werden, entscheidend. Historisch gesehen waren Männer oft die Ernährer und Krieger, während Frauen mit dem Haushalt und der Kindererziehung betraut wurden. Diese Arbeitsteilung hat sich über Jahrhunderte hinweg verfestigt und beeinflusst auch heute noch die Vorstellungen darüber, welche Tätigkeiten und Verhaltensweisen „männlich“ oder „weiblich“ sind. Leider führen diese Stereotype dazu, dass Menschen aufgrund ihres Geschlechts in bestimmte Rollen gedrängt werden, was sowohl ihre Möglichkeiten als auch ihre Identitätsentwicklung einschränken kann.
    Um die Situation zu verbessern, halte ich es für wichtig, dass wir weiterhin an einem gesamtgesellschaftlichen Wandel arbeiten, der Geschlechterstereotype abbaut und die Menschen dazu ermutigt, jenseits traditioneller Rollenbilder zu denken. Es sollte mehr Platz für individuelle Entfaltung und Vielfalt geschaffen werden, unabhängig vom Geschlecht. Für Männer könnte dies bedeuten, dass sie sich mehr erlauben, ihre Gefühle zu zeigen und Fürsorge als Stärke zu begreifen. Für Frauen könnte es heißen, dass sie in der Berufswelt und in der Politik nicht mehr durch stereotype Vorstellungen von Weiblichkeit eingeschränkt werden. Bildung und Aufklärung spielen dabei eine entscheidende Rolle, um junge Menschen von klein auf dazu zu erziehen, dass Gleichberechtigung nicht nur eine rechtliche Frage, sondern auch eine kulturelle und soziale ist.
    Zudem müssen wir alle den Dialog über Geschlechterrollen und Erwartungen weiterführen und bestehende Strukturen, die Diskriminierung fördern, hinterfragen. Es geht darum, einen Raum zu schaffen, in dem jeder Mensch unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder Identität sein eigenes Leben führen und sich selbst verwirklichen kann – ohne durch gesellschaftliche Normen oder Erwartungen limitiert zu werden.

  6. Meiner Meinung nach ist Feminismus nicht nur Frauensache, sondern betrifft die gesamte Gesellschaft, also auch Männer. Der Feminismus setzt sich für Geschlechtergerechtigkeit ein und will nicht nur Frauen stärken, sondern auch veraltete Rollenbilder aufbrechen, die Männer ebenso betreffen. Wenn wir Geschlechtergerechtigkeit erreichen wollen, müssen beide Geschlechter daran arbeiten.

    Die Notwendigkeit des Feminismus ergibt sich aus den weiterhin bestehenden Ungleichheiten zwischen Männern und Frauen. Zwar hat die Frauenbewegung in den letzten 150 Jahren viele Fortschritte erzielt, wie den gleichberechtigten Zugang zu Bildung und die zunehmende Erwerbstätigkeit von Frauen, doch strukturelle Benachteiligungen existieren weiterhin. Noch immer gibt es geschlechtsspezifische Lohnunterschiede, eine ungleiche Verteilung der Care-Arbeit und gesellschaftliche Erwartungen, die Frauen und Männer in stereotype Rollen drängen. Diese soziale Konstruktion von Geschlecht, wie sie Simone de Beauvoir beschreibt, beeinflusst unser Denken und Handeln, oft ohne dass es uns bewusst ist. Sie zeigt, dass Frauen nicht aufgrund biologischer Unterschiede benachteiligt werden, sondern weil die Gesellschaft ihnen bestimmte Rollen zuschreibt. Dasselbe gilt aber auch für Männer, die sich oft dem Druck ausgesetzt sehen, stets stark, dominant oder erfolgreich sein zu müssen.

    Die Frage, ob es typische Frauen- und Männersachen gibt, ist deshalb komplex. Biologisch gibt es natürlich Unterschiede zwischen den Geschlechtern, doch viele Eigenschaften oder Verhaltensweisen sind eher kulturell und gesellschaftlich bedingt als natürlich gegeben. Lange Zeit wurde Frauen zum Beispiel die Rolle der Hausfrau und Mutter zugeschrieben, während Männer als Ernährer galten. Diese Vorstellungen beeinflussen noch heute viele Lebensbereiche, etwa die Berufswahl oder die Erwartungen an die Elternschaft.

    Die unterschiedliche Behandlung von Männern und Frauen hat tief verwurzelte historische, kulturelle und wirtschaftliche Gründe. Patriarchale Strukturen haben über Jahrhunderte dafür gesorgt, dass Männer mehr Macht und Einfluss hatten, während Frauen oft auf die Rolle der Ehefrau und Mutter reduziert wurden. Auch heute gibt es in vielen Gesellschaften noch Gesetze oder soziale Normen, die Frauen benachteiligen. In westlichen Ländern sind die rechtlichen Unterschiede zwar weitgehend beseitigt, aber gesellschaftliche Erwartungen und Vorurteile wirken nach wie vor.

    Mein persönlicher Weg zur Verbesserung der Situation beginnt mit Bewusstsein und Reflexion. Ich versuche, mir meiner eigenen Vorurteile bewusst zu werden und sie zu hinterfragen. Gleichzeitig halte ich es für wichtig, offen über Geschlechtergerechtigkeit zu sprechen und mich aktiv für eine faire Gesellschaft einzusetzen. Das bedeutet zum Beispiel, traditionelle Rollenbilder nicht einfach zu akzeptieren, sondern sie kritisch zu hinterfragen und anderen zuzuhören, um verschiedene Perspektiven zu verstehen. Außerdem finde ich es wichtig, dass Geschlechtergerechtigkeit bereits in der Schule thematisiert wird, damit junge Menschen früh lernen, reflektiert und kritisch mit diesen Themen umzugehen.

    Insgesamt sehe ich den Feminismus als eine Bewegung, die nicht nur Frauen betrifft, sondern die gesamte Gesellschaft positiv verändern kann. Geschlechtergerechtigkeit bedeutet nicht, dass Männer und Frauen gleich sein müssen, sondern dass sie die gleichen Rechte, Möglichkeiten und die gleiche Würde haben. Dafür einzutreten sollte nicht nur eine Aufgabe von Frauen sein, sondern von allen Menschen, die an eine faire und gerechte Gesellschaft glauben.

  7. Feminismus – wir alle haben schon oft davon gehört, und viele reagieren schon genervt, wenn sie nur dieses besagte Wort irgendwo aufgreifen. Das beschreibt bereits ziemlich passend, warum wir diesen Feminismus brauchen. Die meisten Menschen, insbesondere Männer, fühlen sich davon angegriffen. Sie haben Angst, dadurch in ihren eigenen Rechten eingeschränkt zu werden. Das Problem ist also nicht nur die abneigende Haltung gegenüber Feministen, sondern auch das nicht vorhandene Interesse daran, und das fehlende Wissen, was Feminismus überhaupt ist. Nein, durch diese Bewegung werden keine Männer benachteiligt. In unserer Gesellschaft müssten sie so etwas nicht einmal befürchten. Feministen setzen sich nicht für eine höhere gesellschaftliche Bedeutung von Frauen gegenüber Männern ein, sondern kämpfen für eine Gleichberechtigung zwischen den über Jahrhunderte hinweg von stererotypischen Vorstellungen geprägten Geschlechtern. Es geht darum, die patriarchal verankerten Denkweisen und Strukturen zu durchdringen und für alle Frauen auf unserem Planeten eine Realität zu kreieren, in der sie sich weder um ihre Sicherheit, noch um ihre Rechte oder um ihr Leben fürchten müssen. Darüber, ob Feminismus nun also auch in der Verantwortung der Männer liegt, lässt sich streiten. Da das Hauptziel die geschlechtliche Gleichberechtigung ist, betrifft es jeden Menschen. Man mag es kaum glauben, doch auch Männer profitieren davon. Mit der Bekämpfung der Stereotypen für Männer und Frauen bekommt jeder die Möglichkeit, sich außerhalb dieser sozialen Erwartungen zu entwickeln. Seit Menschen auf dieser Erde existieren, sollen Frauen traditionell für die Kinder sorgen, sich um den Haushalt kümmern und eine emotionale Stütze für den Mann sein. Dieser wurde hingegen als karrieremachender Versorger für die Familie konzipiert, der kontrolliert handelt und eine autoritäre Ausstrahlung haben sollte. Diese Schubladen sind offensichtlich sehr veraltet und problematisch. Sie ergeben keinen Mehrwert für die Gesellschaft, wenn die Menschen so nicht sein wollen. Ich finde deshalb, dass jeder mit sich selbst ausmachen muss, für was er stehen möchte und was er im Leben erreichen will, solange es niemanden in der Menschenwürde angreift. Die von unseren Vorfahren ausgelegten „Regeln“ sind eine der Hauptursachen für die Diskriminierung gegen Frauen. In unserem modernen Zeitalter erkennen immer mehr Frauen diese Beschränkung der Selbstbestimmung und wollen sich dagegen wehren. Dabei sehen es viele altmodisch denkende Menschen nicht gerne, wenn eine Frau erfolgreich in ihrem Beruf ist oder keine Kinder bekommen will. Ich möchte damit auf gar keinen Fall andeuten, dass es dementsprechend „schlecht“ sei, als Frau den Wunsch zu haben, eine Hausfrau zu sein, oder nicht das Ziel haben, ein Unternehmen zu gründen. Der Kern des Feminismus besteht nämlich genau darin, es jeder Frau zu ermöglichen, dass sie das ausüben kann, was sie möchte. Um auf die Frage zurückzukommen, ob Feminismus auch Männersache sei: Das Durchbrechen der Stereotypen bekämpft u.a. den toxischen Drang, ein „richtiger Mann“ sein zu wollen, der z.B. ein gutes Einkommen hat und täglich das Fitnessstudio besucht. Mit Feminismus kann jeder von all diesen fremden Erwartungen abkommen. Man könnte einwenden, dass ein zu großer Miteinbezug der männlichen Perspektive den eigentlichen Fokus von Feminismus verlieren lassen könnte. Jedoch kann dies verhindert werden, indem man zwar immer noch für die gleichen Dinge kämpft wie zuvor, aber nun auch Männer Interesse daran haben, etwas in feministischer Hinsicht zu verändern. Schließlich geht es hier um die Rechte ihrer Mütter, Schwestern, Freundinnen, Partnerinnen, Arbeitskolleginnen usw. Wie kann man da nicht wollen, dass sie alle ganzheitlich respektiert, akzeptiert und geschützt werden? Um diesem Ziel näher zu kommen, können wir alle etwas tun:
    1. Informieren! Tagtäglich passieren leider so viele Dinge, die gegen Frauen gerichtet sind und uns alle aufwachen lassen sollten. Wir als Gesellschaft dürfen nicht wegsehen, sondern müssen die Realität erkennen.
    2. Aufklären! Es gibt trotzdem noch Menschen, die die Problematik nicht sehen wollen. Erzählt diesen Menschen von der Dringlichkeit, Frauen weltweit zuzuhören.
    3. Einschreiten! Man mag es nicht auf den ersten Blick erkennen, aber im eigenen Umfeld sind manchmal sogar die offensichtlichsten Anzeichen der Ungerechtigkeit gegenüber Frauen. Wir müssen etwas gegen diese Situationen unternehmen.
    Abschließend sage ich: Ja, Feminismus ist jedermanns Sache, und wir dürfen niemals aufhören, weiter zu kämpfen und zu protestieren!

  8. Feminismus wird oft als eine Bewegung betrachtet, die ausschließlich Frauen betrifft. Jedoch betrifft dies nicht nur Frauen sondern auch Männer. Ziel des Feminismus ist es Gleichberechtigung zwischen Den beiden Geschlechtern herzustellen. Es geht dabei nicht darum wie viele denken Männer zu benachteiligen sondern Ungleichheiten zu hinterfragen. Außerdem profitieren Männer sogar vom Feminismus. Denn traditionelle Geschlechterrollen Schränken Männer ein und die Erwartung, stark zu sein, führt dazu dass Männer sich weniger Hilfe suchen. Dies trägt zu einer höheren Suizidrate bei Männern bei. Feminismus setzt sich dafür ein, dass Männer sich nicht schämen müssen Hilfe zu suchen. Auch in der Familie spielt Feminismus eine wichtige Rolle, da während Frauen oft auf die Mutterrolle reduziert werden, erwartet man von Männern, Hauptverdiener zu sein. Eine gerechtere Verteilung familiärer Aufgaben entlastet nicht nur Frauen, sondern stärkt auch die Beziehung zwischen Vater und Kind. Ein Feminismus der alternative Rollenbilder fördert kann helfen häusliche Gewalt zu reduzieren. Trotz dieser Argumente gibt es Widerstand gegen den Feminismus, manche Männer befürchten, dadurch Privilegien zu verlieren. Doch Feminismus nimmt niemandem etwas weg, er schafft nur einer gerechtere Gesellschaft.

  9. Feminismus ist ein komplexes und vielschichtiges Thema, das nicht nur Frauen, sondern auch Männer betrifft. Dabei spielen Männer eine entscheidende Rolle im Kampf für Gleichheit, da sie oft in Positionen sind, in denen sie Veränderungen bewirken können. Feminismus ist notwendig, um die strukturellen Ungleichheiten zu beseitigen, die Frauen benachteiligen. Diese Ungleichheiten manifestieren sich in verschiedenen Formen, wie zum Beispiel in der Unterrepräsentation von Frauen in Führungspositionen und in der gesellschaftlichen Erwartung, dass Frauen für die “Hausarbeit” zuständig sind.
    Die Gründe für eine unterschiedliche Behandlung von Männern und Frauen sind vielfältig und reichen von historischen Machtstrukturen bis hin zu tief verwurzelten gesellschaftlichen Erwartungen.
    Um die Situation zu verbessern, ist es wichtig, Bewusstsein zu schaffen und stereotype Denkmuster zu hinterfragen. Bildung spielt hierbei eine zentrale Rolle. Durch Aufklärung über Geschlechtergerechtigkeit und die Förderung von Empathie können wir eine Kultur schaffen, die Gleichheit wertschätzt. Zudem sollten Männer ermutigt werden, sich aktiv an feministischen Bewegungen zu beteiligen und ihre Privilegien zu reflektieren.
    Insgesamt ist der Weg zur Gleichberechtigung ein Ziel, dass sowohl Männer als auch Frauen erfordert. Nur durch Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung können wir eine gerechtere Gesellschaft schaffen, in der jeder Mensch, die gleichen Chancen und Rechte hat.

  10. Männer spielen ebenso eine Rolle beim Feminismus wie Frauen. Es geht nicht darum Frauen in der Gesellschaft höher zu stellen, sondern eine Gleichstellung der Geschlechter zu fördern. Bei der Feministischen Ethik geht es um eine breite Auseinandersetzung mit Gerechtigkeit und Gleichheit in der Gesellschaft.

    Beispielsweise waren Frauen praktisch schon immer dem männlichen Geschlecht untergestellt und die Rollen waren historisch festgelegt. Es war typisch, dass die Frau daheim den Haushalt verrichtet und sich um die Kinder zu kümmern hatte, während der Mann zur Arbeit ging.
    Heutzutage hat sich dieses Bild verändert, seit 150 Jahren kämpfen Frauenbewegungen für mehr Rechte für Frauen. Dadurch ist es nicht mehr der Standard, dass die Frau als Mutter zu Hause bleibt, sondern ebenfalls zur Arbeitsstelle gehen kann. Dennoch bekommen Frauen meist weniger Gehalt bei gleichwertiger Anstellung als Männer.
    Auch sind typisch männliche und weibliche Eigenschaften oft gesellschaftlich konstruiert und variieren je nach Kultur und Zeit. In vielen Kulturen werden Männer mit Eigenschaften wie Durchsetzungsvermögen und Rationalität assoziiert, während Frauen oft als fürsorglich und emotional gelten. Auch der Mann wird damit in eine festgelegte Rolle gedrängt.

    Meiner Meinung nach ist unter anderem das Gehaltsgefüge nicht fair verteilt, Frauen die gleich viel Arbeitsleistung erbringen wie Männer sollen auch ebenso gut verdienen. Deshalb ist das Weiterbestreben des Feminismus notwendig, um gegen die weltweiten Ungerechtigkeiten und Diskriminierungen vorzugehen. Auch sollte jeder Mensch die Freiheit besitzen seinen Interessen, sowie seiner Persönlichkeit nach zu kommen und nicht aufgrund seines Geschlechts oder anderen Faktoren zurückgestellt werden.
    Insgesamt ist es auch wichtig, dass Männer im Feminismus nicht nur passive Unterstützer, sondern aktive Mitgestalter einer gerechteren Gesellschaft werden.

  11. Feminismus klingt für viele nach einem reinen Frauenthema. Doch für mich geht es viel mehr um Gerechtigkeit, Gleichberechtigung und die Befreiung von Geschlechterrollen, die uns alle betreffen sowohl Frauen als auch Männer. Ich denke, dass gesellschaftliche Erwartungen unser Verhalten beeinflussen, und sehe es als wichtig an, diese zu hinterfragen.
    Natürlich hat der Feminismus in den letzten Jahrzehnten viel erreicht: Frauen dürfen wählen, haben Zugang zu Bildung und können in vielen Berufen arbeiten. Doch bedeutet das, dass wir bereits völlige Gleichberechtigung erreicht haben? Leider nicht.

    Immer noch verdienen Frauen in vielen Berufen weniger als ihre männlichen Kollegen, werden häufiger nach ihrem Aussehen bewertet und sehen sich traditionellen Rollenklischees ausgesetzt. Besonders im Berufsleben gibt es oft weniger Chancen für Frauen, in Führungspositionen aufzusteigen. Deshalb ist Feminismus weiterhin notwendig.
    Doch auch Männer sind von gesellschaftlichen Erwartungen betroffen. Sie stehen oft unter Druck, erfolgreich, stark und emotional unnahbar zu sein. Diese Vorstellungen entstehen durch traditionelle Geschlechterrollen und schränken individuelle Entfaltungsmöglichkeiten ein. Feminismus setzt sich dafür ein, dass jeder Mensch – unabhängig vom Geschlecht – die Freiheit hat, sein Leben nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten, ohne durch Klischees und Vorurteile eingeschränkt zu werden.
    Unsere Vorstellungen von typischen „Frauen- und Männersachen“ beruhen auf alten Traditionen und gesellschaftlichen Normen, nicht auf biologischen Unterschieden. Die Philosophin Simone de Beauvoir betonte bereits, dass Frauen ihre eigene Identität frei wählen können und sich nicht von gesellschaftlichen Erwartungen einschränken lassen sollten. Doch Stereotypen beeinflussen uns oft unbewusst und führen dazu, dass Ungleichheiten bestehen bleiben.
    Damit sich unsere Gesellschaft weiterentwickeln kann, müssen wir alle aktiv zur Veränderung beitragen. Feminismus funktioniert nicht ohne Männer – sie sollten sich für Gleichberechtigung einsetzen, Frauen unterstützen und sich von veralteten Rollenbildern lösen. Bildung und Aufklärung spielen dabei eine entscheidende Rolle, denn nur wenn wir uns bewusst machen, wie tief verwurzelte Stereotypen unser Denken beeinflussen, können wir sie hinterfragen und überwinden.
    Zusammenfassend lässt sich sagen: Feminismus ist kein reines Problem der Frauen, sondern eine Bewegung, die uns allen mehr Freiheit, Gerechtigkeit und Gleichheit bringt. Es liegt an uns, für eine Zukunft zu sorgen, in der jeder Mensch unabhängig von seinem Geschlecht die gleichen Chancen und Rechte hat.

  12. Feminismus, wie wichtig ist er wirklich? Feminismus ist für viele in der heutigen Zeit sehr wichtig. Die Gleichberechtigung von Männern und Frauen, sowie keine Diskriminierung aufgrund von Rasse oder Geschlecht. Feminismus ist die Bewegung, die dazu führen soll. Patriarchaten sind einfach gesagt die gesellschaftlich bevorzugten Männer. Simone de Beauvoir wurde vorallem bekannt durch ihr Buch ,,das andere Geschlecht“ , sowie ihre Demonstration gegen Geschlechterungleichheit. Wichtig zu verstehen ist, dass es nicht darum geht, dass Männer oder Frauen sich ändern sollen, sondern darum, dass beide Geschlechter gleichwertig sind und gleichberechtigt sein sollen. Auch für Männer sie es wichtig sein, sich für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern einzusetzen, denn ohne die Frauen gäbe es die Männer schließlich auch nicht. Doch auch hier ist es wichtig zu sehen, dass es auf Gegenseitigkeit beruht. Natürlich ist es wichtig, das zu verstehen und sich dafür einzusetzen, aber es sollte meiner Meinung nach in einem humanen Maße bleiben. In der heutigen Zeit und Gesellschaft wird in vielen Dingen oft übertrieben, das sollte nicht geschehen, denn durch die übermäßige Einsetzung für seine Meinung kommt es oft nicht zur Besserung sondern es wird belächelt. Abließend lässt sich also sagen, dass Feminismus in Maßen sehr wichtig ist und man sich auch dafür einsetzten, jedoch seine Handlungen bedenken und nicht übertreiben sollte.

  13. Familie-typisch Frau? Karriere-typisch Mann? Auch heute noch verfallen viele Menschen in solche Rollenbilder, weshalb der Feminismus auch heutzutage ein sehr präsentes Thema bleibt. Es ist wichtig zu verstehen, was überhaupt hinter dem Feminismus steckt, denn vor allem Männer kritisieren diese Bewegung. Feminismus bedeutet nicht eine reine „Frauenwelt“ zu schaffen oder gegen die Männer zu kämpfen. Vielmehr setzt er sich dafür ein, die Unterdrückung, Diskriminierung und Benachteiligung aufgrund des Geschlechts zu beenden. Feministinnen und Feministen fordern eine Geschlechtergerechtigkeit, bei den beiden Geschlechtern die gleichen Rechte, Würde und Verantwortungen genießen dürfen.
    Obwohl die Feminismusbewegung in den letzten 150 Jahren bereits viel erreicht hat, bestehen in vielen Bereichen, vor allem in der Arbeitswelt, weiterhin deutliche Ungleichheiten. Männer genießen häufig Vorteile, wenn es um höhere Positionen oder Gehälter geht. Die Gesellschaft in den oberen Hierarchieebenen ist nach wie vor überwiegend von Männern geprägt, was an ein patriarchales System erinnern kann.
    Ich persönlich halte es für entscheidend, dass jedem, unabhängig vom Geschlecht, bewusstwird, was Feminismus bedeutet. Somit ist Feminismus auch Männersache. Denn im Grunde genommen kann jeder Feminismus betreiben, sei es durch Unterstützung im persönlichen Umfeld oder durch eine kritische Auseinandersetzung mit den bestehenden Systemen. Nur wenn wir uns gegenseitig unterstützen und füreinander einstehen, kann eine Gesellschaft entstehen in der es eine Gleichstellung aller Geschlechter, sei es im Beruf, in der Familie oder im sozialen Leben gibt.

  14. Feminismus ist ein Thema, das nicht nur Frauen betrifft, sondern auch Männer in seiner Gesamtheit. In patriarchalen Gesellschaften gibt es für Männer ebenfalls bestimmte Erwartungen, die oft als belastend empfunden werden. Die Vorstellung, dass Männer stark sein, ihre Familien versorgen und keine Emotionen zeigen dürfen, kann zu einem enormen Druck führen. Feminismus setzt sich daher nicht nur für die Rechte der Frauen ein, sondern auch für die Überwindung starrer Geschlechterrollen und die Gleichstellung aller Geschlechter.

    Es ist wichtig zu betonen, dass Feminismus nicht darauf abzielt, eine matriarchale Gesellschaft zu schaffen, sondern eine Welt, in der niemand aufgrund seines Geschlechts benachteiligt oder diskriminiert wird. Trotz der Fortschritte, die in den letzten Jahrzehnten erzielt wurden, gibt es nach wie vor signifikante Ungleichheiten. Ein Beispiel dafür ist der Gender-Pay-Gap, der zeigt, dass Frauen in vergleichbaren Positionen oft weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen.

    Darüber hinaus sind stereotype Rollenbilder nach wie vor weit verbreitet. Mädchen werden häufig in bestimmte Verhaltensweisen gedrängt, während Jungen in andere Richtungen sozialisiert werden. Diese Klischees beeinflussen nicht nur die Interessen und Berufe, die Menschen wählen, sondern auch die Wahrnehmung von Geschlechterrollen in der Gesellschaft. Es stellt sich die Frage, ob diese Unterschiede tatsächlich biologisch bedingt sind oder ob sie das Ergebnis von sozialer Prägung sind.

    Die Philosophie von Simone de Beauvoir, die das Geschlecht als gesellschaftliches Konstrukt betrachtet, regt zur Diskussion an. Während es unbestreitbare biologische Unterschiede gibt, ist es wichtig zu erkennen, dass viele der beobachteten Unterschiede in der Behandlung von Geschlechtern auf gesellschaftliche Vorurteile zurückzuführen sind. Um diese Probleme anzugehen, ist es entscheidend, bereits in Schulen über Geschlechterrollen und Feminismus aufzuklären, um ein besseres Verständnis und eine gerechtere Gesellschaft zu fördern.

  15. Feminismus war und ist schon immer eine präsente Thematik gewesen. Was genau ist aber der Feminismus? Feminismus ist meines Erachtens schwer zu definieren. Die Leute, die den Feminismus ausleben die sogenannten „Feministen“ kämpfen für eine Gleichberechtigung zwischen den beiden Geschlechtern. Jeder einzelne Mensch fasst die Unterdrückung der Frau oder eben die Machtposition des Mannes anders auf. Im Feminismus geht es, wie der Name schon sagt, um die Frau. Aber dennoch ist der Feminismus nicht nur Männersache sondern sollte von beiden Geschlechtern vertreten und angewendet werden. Vor allem im 20. Jahrhundert hatten die Frauen weltweit mit Unterdrückung und keiner moralischen Geschlechtergleichheit zu kämpfen. Heutzutage hat sich die ganze Lage hinbezüglich der Geschlechtergleichheit in Deutschland verbessert aber dennoch ist es noch ein präsentes Thema. Der Feminismus sollte aber nichtsdestotrotz von beiden Seiten kommen, da anders keine Gleichberechtigung entstehen kann. Gründe für so eine ungleiche Behandlung der Geschlechter sind vermutlich auf Historie und Evolution zurückzuführen. Schon bei Adam und Eva war der Mann das erste Exemplar Gottes und die Frau war ihm unterlegen. Im Verlaufe der Jahrhunderte vor und nach Christus hatte der Mann einen höheren moralischen und autoritären Wert. Natürlich liegen diese Zeitepochen schon weit zurück, aber auch im 21. Jahrhundert sind noch ein großer Anteil unserer Bevölkerung aus der Zeit, wo Frauen keinen hohen Stellenwert hatten. Simone de Beauvoir sagt, dass das Geschlecht nichts ist, was von Gott und der Natur gegeben wird, sondern rein auf gesellschaftlichen Normen besteht. Hierbei kann ich Simone de Beauvoir nicht zustimmen. Das Geschlecht eines Individuums ist durchaus etwas von Gott bestimmtes und gibt den Frauen und Männern ihre evolutionären Eigenschaften, die nicht geändert werden können. Natürlich hat das Verhalten und Erscheinungsbild einer Person viel mit der Kultur zu tun. Im laufe der Zeit war es eine gesellschaftliche Norm, dass die Frau eine „Hausfrau“ sein muss. Dies ist auch heutzutage noch sehr präsent was beinahe jeder persönlich in fremden Haushalten beobachten kann. Die Frau kümmert sich um Haus, Kind und Essen während der Mann das meiste an Geld nach Hause bringt. Sicherlich gibt es auch andere Haushalte, bei denen es nicht so vorkommt. Aber der Großteil der deutschen Haushalte hat noch diesen moralischen Wert der Geschlechter im Hinterkopf. Ob dies richtig oder falsch ist sollte jeder für sich bewerten, oder ob es dafür Lösungen geben sollte. Meiner Ansicht nach ist das finden einer Lösung schwer zu meistern, denn ich bin der Meinung, dass das Geschlecht eines Individuums mit den evolutionären und historischen Ereignissen der Kultur zutun hat. In dieser Hinsicht hat Simone de Beauvoir mit der Aussage, dass Geschlechter etwas konstruiertes, herangezogenes sind, teilweise recht. Ich bin der Meinung, dass Feminismus zwar wichtig ist, aber keine kulturelle „Unterdrückung“ der Frau lösen und beseitigen kann. Es wird zwar für ein größeres Wohlbefinden der Frauen sorgen, aber die Grundeinstellung, dass die Frau um Haus und Kind sorgt wird wohl nicht verschwinden und somit eine Gleichberechtigung schwer zu erreichen ist.

  16. Der Feminismus ist heutzutage sehr präsent und man sieht häufig Diskussionen im Internet darüber. Doch was ist Feminismus überhaupt und welche Ziele verfolgt dieser?
    Feminismus umfasst eine soziale, kulturelle und politische Bewegung, welche sich hauptsächlich für die Gleichberechtigung der Geschlechter einsetzt. Ursprünglich wurde damit jedoch teilweise erfolgreich versucht, die Frauenrechte in einer patriarchalen Gesellschaft durchzusetzen. Also in eine Gesellschaftsstruktur, in welcher die Männer dominieren und die Frauen benachteiligt werden. Die Hauptziele dieses Feminismus sind vor allem die Geschlechtergleichstellung, sprich alle haben die gleichen Chancen und Vorraussetzungen, die Unterbindung von Diskriminierung, wobei auch versucht wird von Nationalitätsdiskriminierung wegzukommen und die Gewaltprävention, bei welcher man versucht beispielsweise häusliche Gewalt, oder sexuelle Belästigung zu reduzieren. Aber inwiefern betrifft dieses Thema jetzt unsere ganze Gesellschaft beziehungsweise die Männer? Dazu äußert sich Simone de Beauvoir, welche sich sehr stark mit diesem Thema auseinandersetzt. Zunächst einmal sagt sie, dass das Geschlecht zwar angeboren ist, sich jedoch aber gesellschaftlich konstruieren lässt. Sie hebt außerdem historische, kulturelle und wirtschaftlich Faktoren hervor, welche zur Benachteiligung von Frauen beitragen. Ein solcher Faktor wäre beispielsweise der fehlende Zugang zur Bildung, welcher Frauen vor einiger Zeit verboten wurde oder das Wahlrecht, welches in Deutschland erst 1920 eingeführt wurde. Die Männer betrifft es insofern, dass, laut Simone de Beauvoir, alle von der Befreiung toxischer Geschlechterrollen profitieren. Sie sagt, dass auch Männer stark durch sogenannte Männlichkeitsnormen eingeschränkt sind. Dazu zählen vor allem die Stärke und die Dominanz, welche von Männer häufig erwartet wird. Kommt man also davon weg, können auch Männer Schwäche zeigen, ohne von anderen belächelt zu werden. Hinzu kommt noch, dass man auch Gewalt und die eben erwähnte, toxische Männlichkeit, reduzieren kann. Dies schadet nämlich nicht nur den Männern selbst, sondern der ganzen Gesellschaft.
    Ich selbst stimme also Simone de Beauvoir zu. Es gibt bestimmt einige Hinsichten in welchen Männer nicht unbedingt in den Feminismus involviert sind, jedoch sollte man die Faktoren, welche für Männer eben eine wichtige Rolle spielen nich übersehen und ignorieren.

  17. Feminismus wird oft als Frauensache betrachtet, da er sich um die Rechte der Frauen dreht. Diese Ansicht ist jedoch irreführend. Bei Feminismus geht es um die Gleichberechtigung aller gesellschaftlichen Gruppen, ohne Ausnahme. Um eine solche Gleichstellung zu schaffen, ist es wichtig, dass sowohl der männliche Teil der Gesellschaft — sprich die Hälfte der Bevölkerung — als auch der weibliche Teil und alle Personen, die sich auf andere Weise identifizieren, zusammenarbeiten und sich gegenseitig unterstützen. Männer sollten als Verbündete agieren, um patriarchale Strukturen in Frage zu stellen. Die Gleichstellung der Geschlechter sollte also ein Anliegen jeder gesellschaftlichen Gruppe sein und nicht nur ein Frauenanliegen.

    Das veraltete Schubladendenken, dass es „Frauen- und Männersachen“ gibt, ist in vielen Köpfen stark verankert. Wie in dem ZDF-Video gezeigt, assoziieren viele Personen Karriere und Geld mit dem männlichen Geschlecht, während Frauen häufig mit Begriffen wie Familie und Kinder in Verbindung gebracht werden. Ich finde, man sollte im Alltag darauf achten, nicht in einem solchen kategorisierenden Denken zu leben. Erst wenn man sich seiner eigenen Denkmuster bewusst wird, kann man diese auch ändern. „Einsicht ist der erste Weg zur Besserung.“

    Um die Situation der gesellschaftlichen Ungleichheiten, die sich im Laufe der Geschichte bereits enorm verbessert hat, aber noch nicht vollständig beseitigt ist, zu verbessern, wäre es hilfreich, bereits in der Schule Schüler*innen über die Zustände aufzuklären und ihnen das Hinterfragen von Stereotypen beizubringen.

    Ich persönlich setze mich für den Antrieb der Geschlechtergleichheit ein, indem ich Ungleichheiten oder Diskriminierungen anspreche, wenn ich sie bemerke, und allgemein versuche, in der Gesellschaft mehr auf dieses Thema aufmerksam zu machen.

  18. Feminismus ist für mich definitiv auch eine Männersache. Es geht nicht nur um die Rechte der Frauen, sondern um Gleichberechtigung für alle, unabhängig vom Geschlecht. Männer sind oft genauso von gesellschaftlichen Stereotypen betroffen, die ihnen vorschreiben, wie sie zu sein haben – stark, gefühllos und erfolgreich. Auch diese Normen schränken sie in ihrer Entfaltung ein. Wenn wir also für die Rechte der Frauen kämpfen, kämpfen wir gleichzeitig für eine Gesellschaft, in der alle Menschen die Freiheit haben, sich selbst zu verwirklichen, ohne durch vorgegebene Geschlechterrollen eingeschränkt zu werden.
    Daher ist Feminismus unbedingt notwendig, weil es trotz vieler Fortschritte immer noch Ungleichbehandlungen gibt. Frauen verdienen in vielen Bereichen immer noch weniger als Männer, sind in Führungspositionen unterrepräsentiert und sind oft von Gewalt und Diskriminierung betroffen. Diese Probleme sind nicht nur theoretisch, sondern beeinflussen das tägliche Leben vieler Menschen. Feminismus hilft, diese Ungerechtigkeiten anzugehen und eine gerechtere Gesellschaft zu schaffen.
    Natürlich gibt es biologische Unterschiede, aber diese rechtfertigen nicht die ungleiche Behandlung oder die Begrenzung der individuellen Freiheit. Jeder Mensch sollte die Freiheit haben, sich auszudrücken und zu handeln, wie er oder sie möchte, ohne in starren Geschlechterrollen zu stecken.

    Die unterschiedliche Behandlung von Männern und Frauen hat denke ich historische Wurzeln. In vielen Kulturen wurden Frauen über Jahrhunderte als minderwertig oder weniger fähig angesehen, was sich in sozialen Normen und institutionellen Strukturen widerspiegelt. Obwohl sich in den letzten Jahrzehnten einiges geändert hat, sind diese tief verwurzelten Vorstellungen noch nicht verschwunden.

    Ich denke, Simone de Beauvoir hatte völlig recht, als sie sagte, dass die Rollen, die an Frauen gestellt werden, keine biologischen Ursachen haben, sondern sozial konstruiert sind. Diese Konstruktionen schränken nicht nur Frauen ein, sondern auch Männer, und das müssen wir ändern. Wir sollten eine Gesellschaft anstreben, in der Menschen nicht aufgrund ihres Geschlechts in bestimmte Rollen gedrängt werden, sondern als Individuen anerkannt werden.

    Zusammenfassend denke ich, dass Feminismus für uns alle wichtig ist, nicht nur für Frauen. Es geht darum, Gleichberechtigung für alle zu erreichen und uns von den starren Geschlechterrollen zu befreien. Wenn wir diese Rollenbilder hinterfragen, können wir eine Gesellschaft schaffen, in der jeder Mensch die Freiheit hat, er selbst zu sein, unabhängig vom Geschlecht. Auch wenn es schon Fortschritte gibt, gibt es noch viel zu tun. Feminismus ist also nicht nur eine „Frauenfrage“, sondern eine für alle, die für eine gerechtere und offenere Zukunft kämpfen wollen.

  19. Eine Frau sei ein Objekt, ein Ding, das keine Werte habe.- so dachten vor über 150 Jahren noch viele Menschen. Frauen wurden auf alle Seiten dem damalig vorherrschenden Frauenbild entsprechend teilweise stark diskriminiert, herabgestuft und sogar misshandelt. Dies durchzog viele Bereiche, wie z.B. den familiären Bereich, in welchem der Frau die alleinige Rolle im Haushalt und in Erziehungsfragen oblag oder auch in der Öffentlichkeit wie z.B. in Sachen Bildung und Beruf. Es herrschte in Deutschland lange Zeit die Meinung – die leider auch in vielen anderen Ländern noch heute vorherrscht- dass Mädchen, bzw. Frauen aufgrund ihrer späteren Rolle keine höhere Bildung benötigten oder auch das Erlernen eines Berufes als Mutter und Hausfrau nicht nützlich war. Schon in frühester Kindheit wurden Mädchen und Jungs bereits durch die vorherrschende Farbgebung ihrer Kleidung stigmatisiert, wobei Blau die Farbe für Jungs und Rosa diejenige für Mädchen war. Diese Stigmatisierung hat sich im Laufe der Zeit deutlich geändert, ist aber in vielen Köpfen immer noch präsent. Ebenfalls ausschlaggebend ist die unterschiedliche Erziehung von Jungs und Mädchen im Kleinkindalter, wonach Jungs sich raufen dürfen und es gern gesehen wird oder wurde, wenn sie auf Bäume klettern und mit Autos spielen, Mädchen hingegen eher zurückhaltend sind und als Geschenke Puppen erhalten. Ein Beispiel für die Weiterentwicklung und das Umdenken in der Spielzeugindustrie kann man bei dem Klemmbausteinehersteller ‚Lego‘ beobachten. Erst seit einigen Jahren werden neben den Legobausteinen auch mit „Legofriends“ für Mädchen (Grundfarbe rosa und lila) geworben. Dieses Frauenbild ist, wenn man sich das Verhalten junger Männer, bzw. Frauen ansieht oft noch im Jugend- und Erwachsenenalter.
    Natürlich sind neben den körperlichen Merkmalen, wie Größe, Muskelaufbau usw. auch bestimmte Wesensmerkmale und geschlechterspezifische Verhaltensweisen von Männern und Frauen genetisch festgelegt. Viele dieser ‚typischen Männer- und Frauensachen werden aber von der Erziehung eines Menschen und vor allem seinem sozialen Umfeld beeinflusst. Typische Beispiele dafür sind die sog. Männer- bzw. Frauenberufe, wie Automechaniker oder Erzieherin. Im Laufe der Jahre fand hier ein Umdenken statt. Die Berufe werden (meist) nicht mehr geschlechterspezifisch gesehen, sondern für alle geöffnet und von den Unternehmen beworben. Ebenso rückte die Bildung von Frauen in den Fokus. Auch hier strebten viele Frauen ein Miteinander von Familie und Karriere an, indem sie studierten und heutzutage auch immer öfters in höheren Positionen zu finden sind. Um dies zu verwirklichen, war es wichtig, das Männer-, bzw. Frauenbild zu verändern. In vielen Unternehmen ist es heutzutage möglich, in Teilzeit zu arbeiten. Es werden Betriebskindergärten angeboten und auch Männern sowie Frauen ermöglicht, Elternzeit zu nehmen. Leider gibt es dennoch immer noch zu wenige Unternehmen, in denen Frauen in sog. Führungspositionen aktiv sind. Ein Grund dafür könnte die Angst davor sein, dass junge Frauen schwanger werden, aufgrund von Kindererziehung oder Krankheit von Kindern öfters ausfallen, usw.
    Neben dem beruflichen weist auch der private Bereich meiner Meinung nach eine deutlich unterschiedliche Behandlung von Männern und Frauen auf. Aufgrund körperlicher Merkmale von Männern wie z.B. Größe und Muskelaufbau und ihrer Präsenz erlangen sie im Bereich des Sports wie z.B. Fußball, Handball, Boxen, usw. eine größere (Medien)Präsenz als Frauen. Diese Domäne wird noch deutlich von Männern dominiert, wohingegen Ballett, der Modelberuf, usw. noch deutlich von Frauen dominiert wird. Aber auch diese Grenzen verschwinden langsam immer mehr.
    Ein bedeutender Aspekt betrifft die meist von der Familie, bzw. Gesellschaft anerzogenen und/oder erwarteten Verhaltensmuster. Es war für Jungs und vor allem Männer oft verboten, bzw. nicht erwünscht, ihre Gefühle zu zeigen, oder gar darüber zu sprechen. Tränen wurden als Zeichen von Schwäche, bzw. weiblichem Verhalten ausgelegt. Heutzutage ist auch hier ein deutliches Umdenken zu erkennen. Auch Männern wird zugestanden, ihre Gefühle zu zeigen und auszuleben. Der Umgang und die Zeit mit der eigenen Familie und vor allem den Kindern erwünscht und auch vom Staat gefördert.
    In vielen anderen Ländern herrscht immer noch ein starkes Rollendenken, bzw. Ungleichgewicht zwischen Männern und Frauen vor, denken wir nur an die Zwangsverheiratungen, Verschleierungen und Verstümmelungen von Frauen, die toleriert und nicht geahndet werden oder das Verweigern von Wahlrecht und Bildung, um nur einige Beispiele anzuführen.
    In jeglicher Hinsicht sind dies meiner Meinung nach nicht zu duldende Umstände, weshalb auch vor ein paar Jahrzehnten der Feminismus, eine Frauenbewegung zur Unterstützung der Frauenrechte, ins Leben gerufen wurde. Diese Bewegung ist bis heute weltweit aktiv und verfolgt das Ziel, die Diskriminierung von Frauen zu stoppen, die Würde, sowie die Rechte der Frau zu schützen und vor allem die Geschlechtergerechtigkeit zu erreichen. Um dieses Ziel zu erreichen ist es wichtig eine ganzheitlich-menschlich definierte Gesellschaft, so auch Silvia Hagleitner, zu erlangen. Dieser Art von Gemeinschaft umfasst es, das friedliche, gerechte und respektvolle Zusammenleben zwischen Männer und Frauen zu fördern. In vielen Bereichen wurden auf diese Weise schon Fortschritte erzielt, z.B. haben Frauen, bzw. Mädchen das Recht auf Bildung erlangt. Zugleich wurde der wirtschaftliche Status enorm erhöht und eingeführt, dass Frauen arbeiten gehen dürfen, anstatt nur auf Kinder aufzupassen. Zwar ist dies ein massiver Fortschritt, erschreckend ist meiner Ansicht nach allerdings, dass man überhaupt von einem „dürfen“ spricht, wenn es für Männer schon seit Jahren zu normalen Lebensgewohnheiten gehört. Eine Welt in der Frauen nämlich nur „dürfen“ ist eine Welt die davon ausgeht, dass Frauen stets minderwertig sind. Des Weiteren ist auch zu beachten, dass Frauen mit dem Feminismus noch nicht ganz an ihrem Ziel sind. Dies ist in verschieden Bereichen erkennbar. Hauptsächlich sind es die Rollenklischees, die es erschweren, eine Geschlechtergleichheit durchzusetzen. Meist hat dies wiederum traditionelle Gründe. Beispielsweise ist es immer noch stark in den Köpfen vieler Menschen eingeprägt, dass Frauen eher zu Hause bei den Kindern bleiben und für den Haushalt tätig sind oder, dass Frauen in Medien oft als schwach und in der Opferrolle gesehen werden. Dahingegen sind Männer meistens bei der Arbeit und in den Medien als stark und heldenhaft dargestellt. Weiterhin sollten Frauen aber an sich glauben, so auch die Philosophin Simone de Beavoir. Sie spricht an, dass das Geschlecht, egal ob weiblich oder männlich, nicht das Leben bestimmen sollte. Sie betont, dass auch wenn die Gesellschaft gewisse Erwartungen und Anforderungen stellt, dies kein Grund dafür sein sollte, seine Identität nicht auszuleben.
    Nun ist klar erkennbar, dass Feminismus auch Männersache ist. Denn auch wenn Männer oftmals die Personen sind, die Frauen aufgrund der Vorstellung eines Patriarchates davon abhalten, den Feminismus zu verwirklichen. Immer mehr Männer in der heutigen Zeit erkennen auch für sich, dass ein Umdenken stattfinden muss und sich Männer und Frauen auf Augenhöhe begegnen sollten. Dabei ist es wichtig, die Unterschiede der Geschlechter in körperlicher und mentaler Hinsicht zu erkennen und zu akzeptieren und nicht zu vertuschen. Nur so wird es möglich sich gleichberechtigt zu begegnen.
    Letztlich kann ich sagen, dass es keinen klaren Weg zur Verbesserung der derzeitigen Situation geben kann, da die Unterdrückung der Frauen leider stets ein Teil unserer weltweiten Gesellschaft sein wird. Trotz dessen ist es von Bedeutung, dass der Gedanken von einer Geschlechtergerechtigkeit niemals verloren gehen sollte und der Glaube an eine ganzheitlich-menschlich definierte Gesellschaft in Zukunft sicherlich irgendwann wahr werden könnte.

  20. Die Frage, ob Feminismus heute noch notwendig ist, ist tiefgündiger als man vielleicht denkt und verlangt eine differenzierte Betrachtung. Am Anfang mag es in vielen Gesellschaften so erscheinen, als sei Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen fast in alles gebieten erreicht. Frauen haben Zugang zu Bildung, können beruflich erfolgreich sein und sind in der Politik vertreten. Doch die entscheidende Frage lautet. Reichen diese Errungenschaften aus, um von einer tatsächlich ausgeglichenen Gesellschaft zu sprechen?

    Philosophisch betrachtet ist Gleichheit nicht nur eine Frage von Rechten, sondern auch der Realität, in der diese rechte umgesetzt werden. Theoretische Gleichheit bedeutet nichts, wenn tief verwurzelte Rollenbilder und Erwartungen weiterbestehen. Frauen erfahren oft Benachteiligung, sei es in der Arbeitswelt, wo sie seltener Führungspositionen erreichen, oder im Privaten, wo unbezahlte Care-Arbeit häufig ungleich verteilt ist. Männer hingegen werden in traditionellen Rollen gefangen, die von ihnen Stärke und Emotionslosigkeit verlangen. Feminismus bietet auch ihnen die Möglichkeit, sich von diesen einschränkenden Idealen zu befreien. Insofern ist Feminismus nicht nur eine „Frauensache“, sondern ein Anliegen, das alle Geschlechter betrifft.

    Die Idee, dass es „typische“ Frauen und Männersachen gibt, geht aus kulturellen Nomren hervor, die mit der Zeit selbstverständlich geworden sind. Diese Unterscheidung beruht weniger auf biologischen Fakten als auf sozialer Konstruktion. Die unterschiedlichen Behandlungen von Männern und Frauen lassen sich daher durch tradierte Machtstrukturen und Erwartungen erklären, die durch Erziehung und Medien perpetuiert werden.

    Ein Weg zur Verbesserung der Situation wäre die Förderung individueller Freiheit jenseits einfacher Kategorien. Menschen sollten ermutigt werden, ihre Fähigkeiten und Neigungen ohne Rücksicht auf Geschlechterklischees zu entfalten. Es geht um die Schaffung eines Raums, in dem jeder unabhängig vom Geschlecht als gleichwertig wahrgenommen wird. Feminismus bleibt notwendig, um diesen Raum weiter auszubauen. Jedoch sollte man hierbei nicht übertreiben und einen Militanten Feminismus betreiben, sondern einen respektvollen, der mit den Disskutanten auf einer Ebene bleibt.

  21. Feminismus ist kurz gesagt, eine Bewegung die sich für die Gleichberechtigung der Geschlechter einsetzt. Dabei richtet sie sich gegen Diskriminierung, Ungleichbehandlung und Gewalt insbesondere von Frauen. Dabei ist das Ziel, dass die Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht gleiche Chancen und Rechte haben.

    Ich persönlich halte Feminismus für notwendig, da es in der heutigen Gesellschaft immer mehr Vorurteile gegenüber und von Frauen gibt. Die Vorfälle, wie zum Beispiel, dass Männer besser bezahlt werden als Frauen oder die Vergewaltigung von Frauen, welche tendenziell nicht abnimmt, werden immer häufiger. Das Klischee, dass Frauen in die Küche gehören bekommt man auch immer häufiger zu hören. Ich glaube deshalb, dass der Feminismus,bzw die Geschlechtergleichheit viele Vorteile mit sich bringen und dem gesellschaftlichen Wandel entgegenkommen würde. Denn eine Gleichstellung der Geschlechter würde zu mehr Gerechtigkeit, weniger Armut und besseren sozialen Bedingungen führen. Die häusliche Gewalt, Vergewaltigung oder sexuelle Belästigung, wird für Männer ja auch immer normaler und selbstverständlicher. Frauen haben Angst, wenn sie alleine unterwegs, der Feminismus würde dann für den Schutz von Frauen sorgen und sich gegen die Ungerechtigkeiten einsetzen.
    Mittlerweile kommt es auch immer häufiger zu Personen, die sich gar nicht in ihrem Geschlecht identifizieren, der Feminismus könnte auch dem entgegenwirken, indem er gegen die starren Geschlechterrollen kämpft und die Vielfalt von Identitäten und Lebensweisen anerkennt. Das bezieht sich dann nun auch wieder auf die Männer, denn Feminismus ist auch „Männersache“. Gerade im Hinblick auf die Geschlechtertypen und die unterschiedlichen Identifikationen betrifft der Feminismus da auch die männliche Bevölkerung und nicht nur die Frauen. Denn wenn Männer den Feminismus unterstützen, tragen sie eben auch dazu bei, diese Geschlechterrollen zu hinterfragen und somit auch eine vielfältige Gesellschaft zu normalisieren.

  22. Feminismus ist für mich definitiv auch ein Thema, das Männer betrifft, da er nicht nur darauf abzielt, gesellschaftliche Diskriminierung abzubauen und die Gleichstellung von Frauen zu fördern. Vielmehr befreit er die gesamte Gesellschaft von traditionellen Geschlechterrollen und gesellschaftlichen Normen. In diesem Kontext stellt sich die Frage, ob trotz der Fortschritte, die der Feminismus erzielt hat, immer noch Ungleichheiten im sozialen Umfeld bestehen.
    Einerseits haben Frauen mittlerweile Zugang zu Bildung, Wahlen und Berufsmöglichkeiten. Dennoch zeigt sich in einigen Bereichen, dass Ungleichheiten nach wie vor bestehen. Frauen verdienen in vielen Berufen oft weniger als Männer, werden häufig nach ihrem äußeren Erscheinungsbild beurteilt und sehen sich weiterhin traditionellen Rollenklischees gegenüber. Zudem haben sie in vielen beruflichen Bereichen nach wie vor geringere Aufstiegschancen. Aus diesen Gründen halte ich den Feminismus für absolut notwendig. Männer sind ebenfalls von gesellschaftlichen Erwartungen betroffen. Sie stehen oft unter dem Druck, emotional unnahbar und erfolgreich zu sein, was durch traditionelle Geschlechterrollen verstärkt wird. Der Feminismus fordert, dass alle Menschen, unabhängig von ihrem Geschlecht, die Freiheit haben sollten, ihr Leben so zu gestalten, wie sie es möchten, ohne durch Klischees eingeschränkt zu werden. In diesem Sinne profitieren sowohl Männer als auch Frauen vom Feminismus, da die Förderung der Frauenrechte auch zu einer Gleichstellung der Rechte, Pflichten und Verantwortungen führt.
    Die Zuordnung typischer Frauen- und Männersachen ist vor allem von alten Traditionen und gesellschaftlichen Normen geprägt, die sich im Laufe der Geschichte entwickelt haben. Diese Rollen basieren nicht auf biologischen Unterschieden zwischen den Geschlechtern, sondern sind soziale Konstruktionen. Laut Simone de Beauvoir haben Frauen die Freiheit, ihre eigene Identität zu wählen, ohne sich den Erwartungen und Klischees der Gesellschaft unterwerfen zu müssen. Trotzdem können solche Stereotypen uns oft daran hindern, unser volles Potenzial zu zeigen, und führen zu einer ungleichen Gesellschaft.
    Um die Ungleichheiten in der Gesellschaft zu verringern, ist es wichtig, dass sich alle am gesellschaftlichen Wandel beteiligen, denn ohne die Unterstützung der Männer gibt es auch keine Zukunft des Feminismus. Daher sollte Bildung und Aufklärung über Gleichberechtigung gefördert werden. Ein weiterer Schritt besteht darin, selbst als Vorbild zu agieren und sich von traditionellen Geschlechterrollen zu lösen. Männer sollten Frauen in Unternehmen und Führungspositionen unterstützen und solidarisch handeln.
    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Feminismus kein „Frauenproblem“ ist, sondern eine Bewegung, die allen Menschen mehr Freiheit, Gerechtigkeit und Gleichheit ermöglicht.

  23. Was ist Feminismus?
    Feminismus ist eine Bewegung, welche (wie der Name schon sagt) von Frauen in die Welt gerufen wurde. Feministen setzen sich ein, dass beide Geschlechter gleichgestellt werden, egal ob im Alltag, in der Politik oder auf dem Arbeitsplatz. Frauen werden nämlich seit vielen vielen Jahren von manchen Männern benachteiligt, es wird auf sie herabgesehen, sie sind dem Mann untergeordnet im Recht, sie verdienen durchschnittlich weniger und besetzen weniger Führungspositionen. So kommt es zu Diskriminierung und Ungerechtigkeit gegenüber Frauen, die nichts dafür können und diese Nachteile zwar nicht verdient haben, mit ihnen aber klar kommen müssen. Feminismus hat also das Ziel, Diskriminierung von Frauen in unserer Gesellschaft abzubauen und die Situation der Frauen zu verbessern.
    Was ist das Patriarchat?
    Unter dem Patriarchat versteht man, dass es die Vorstellung gibt dass der Mann der Frau schon immer von Natur aus überlegen ist. Er verdient das Geld, ist der Frau körperlich fast immer überlegen (sowohl in Stärke als auch in Größe) und die Frau ist abhängig von ihm. Aufgrund dieser angeblichen Überlegenheit des Mannes ist es gerechtfertigt, Frauen keine wichtigen politischen Führungsämter zu geben, auf sie mit Verachtung herabzuschauen und dass Frauen weniger Rechte haben als der überragende Mann. Das Patriarchat arbeitet also mit den alten, überholten Geschlechterrollen, nämlich dass die zerbrechliche Frau nichts ohne ihren großen, starken Mann ist, welcher ihr in aller Hinsicht überlegen ist. So kam es beispielsweise auch dazu, dass Frauen (die selbstverständlich einen großen Teil einer Gruppe/Bevölkerung ausmachen) bis vor gar nicht mal allzu langer Zeit nicht einmal wählen durften!
    Was meint Silvia Hagleitner mit einer ganzheitlich-menschlich definierten Gesellschaft?
    Damit meint sie eine Gesellschaft, die sich verabschiedet hat von Vorurteilen, Geschlechterrollen und einer hierarchischen Struktur. In der Gesellschaft, von der Silvia spricht, wird nicht geachtet auf Geschlecht, Herkunft, Alter, Größe, Stärke oder andere Merkmale; die größten Werte in dieser Gesellschaft wären Respekt und dass jeder Mensch in seiner Individualität akzeptiert und unterstützt wird, anstatt ihn wegen spezifischen Dingen (z.B. Geschlecht) zu benachteiligen. So kommt es zu einer Förderung aller Menschen, anstatt sie auf vereinfachte, überholte und nicht nachweisbare Rollen zu degradieren/reduzieren.
    Erlebe ich Geschlechtergerechtigkeit in meinem sozialen Umfeld?
    Ich bin sportlich sehr aktiv, und mir fällt auf dass weibliche Sportler oft separat und anders behandelt werden als wir Jungs. Beim Kickboxen wollen Mädchen oft nur mit anderen Mädchen üben und kämpfen, und ihr Kampfstil ist viel langsamer, behutsamer und „schwächer“ als bei Jungs (wobei sie selbstverständlich ihr Bestes geben und uns in anderen Aspekten oft voraus sind, beispielsweise dem Trainingsklima oder Kampftaktiken). Auch im Tischtennis ist zu beobachten, dass Mädchen oft als „Free-Win“ nicht ernst genommen werden, da ihr Spiel sich von unserem stark unterscheidet (weibliche Tischtennisspieler fokussieren sich mehr auf Reaktionsgeschwindigkeit und schnelle, kurze Schläge, während wir Jungs kraftvolle, ausladende und mächtige Schläge schwingen). Hier muss man sich die Frage stellen, wo Aspekte und Eigenschaften eines Geschlechts anfangen und offensichtliches herabschauen auf unterlegene Frauen anfängt. Mädchen haben nun einmal eine andere Sicht auf verschiedene Sportarten als wir, jedoch muss diese ja nicht automatisch unterlegen sein, weil sie sich von unserer unterscheidet. Auch ist es wichtig zu beachten, dass Frauen selbstverständlich auf dem Profi-Niveau genauso viel Zeit und Arbeit in ihr Spiel investieren; auch sie machen Krafttraining, achten auf Qualität in ihren Schlägen etc., wobei sie natürlich wie bereits erwähnt ihren Fokus bei ihrer Technik auf andere Dinge legen. Andererseits erlebe ich Geschlechtergerechtigkeit im Alltag, da ja Frauen wählen dürfen, man nicht einfach öffentlich frauenfeindliche Aussagen tätigen kann ohne „gecancelt“ zu werden und auch in der Schule merkt man sogar, dass die angebliche Überlegenheit der Jungs dort genau andersherum ist.
    Ist das Geschlecht anerzogen?
    Simone de Beavoir vertritt die Ansicht, dass die Unterschiede zwischen den Geschlechtern erlernt und „eingebläut“ werden, anstatt dass sie angeboren und von der Natur so vorgegeben sind (was ja für viele Frauen-Diskriminierer ein großer Punkt ist). Und ich stimme ihr auch zu, denn tatsächlich gibt es zwar biologische Unterschiede zwischen den Geschlechtern, es existieren jeweilige Vor- und Nachteile, jedoch werden diese Unterschiede von Gesellschaften oft aufgegriffen und als Rechtfertigung für unlogisches, egoistisches und diskriminierendes Verhalten zweckentfremdet. Das beginnt schon in der Erziehung, in der der Junge auf „Geld verdienen“ und das Mädchen auf „fürsorgliches Hausmütterchen“ getrimmt werden (natürlich spreche ich hier nicht von allen). Das Konzept rund um das Geschlecht wurde sozial stark beeinflusst, und wir haben die von der Natur gegebenen Unterschiede je nachdem, wie es einem selbst nutzte, drastisch und übertrieben dargestellt und so die Freiheit von Frauen beschränkt sowie viele Leben maßgeblich zum negativen beeinflusst.
    Was denkst du darüber? Ist Feminismus deiner Meinung nach (auch) Männersache? Ist Feminismus notwendig?
    Gibt es typische Frauen- und Männersachen? Was sind deiner Meinung nach die Gründe für eine unterschiedliche Behandlung von Männer und Frauen? Was ist dein persönlicher Weg zur Verbesserung der Situation?
    Ja, Feminismus geht auch Männer was an, denn auch sie werden ja durch Vorurteile, Erwartungen und Geschlechterrollen in eine Identität gezwängt, die für sie eigentlich gar nicht passen könnte. Die Gesellschaft hat in Männer ein Stück weit die Erwartung, dass sie immer hart und gefühllos sind, wodurch auch Männer ihre wahre Persönlichkeit nicht ungehindert ausleben können.
    Feminismus ist notwendig, und zwar so lange, bis wirklich jede ungerechte Behandlung von Frauen restlos zu Ende geht. Frauenquoten, eine US-PräsidentschaftskandidatIN und Proteste gegen Gewalt an Frauen sind gute erste Schritte auf dem Weg zu einer fairen Welt, jedoch liegt noch ein gutes Stück vor uns. Auch wir selber sollten mal kritisch und ehrlich unsere eigenen Meinungen über Frauen hinterfragen (Beispiel: „Frau am Steuer, das wird teuer“ etc.).
    Wie oben bereits beschrieben, hat die Natur ein Stück weit vorgegeben, welches Geschlecht was machen sollte; durchschnittlich mehr körperliche Kraft von Männern beispielsweise ist natürlich ein Vorteil, wenn man einen Beruf ausübt, der physisch sehr anspruchsvoll ist; dieser Vorteil schließt damit aber nicht automatisch eine Frau aus, die ebenfalls solch einen Beruf gerne ausüben würde. Jeder Mensch sollte die Freiheit haben, frei von Stereotypen seine eigenen Interessen auszuleben.
    Gründe für eine unterschiedliche und ungerechte Behandlung von Männern und Frauen sind natürlich Menschen in Machtpositionen (in diesem Fall männliche), welche ihre eigenen abstrusen Ideen und Vorstellungen etablieren und dem Volk aufzwingen. Kein Mann steht irgendwann auf und denkt sich, dass er sozusagen die Premium-Version einer Frau ist; Frauen wurden ganz allmählich von Patriarchaten in Formen gepresst, und wir sollten alle daran arbeiten, dieses Schubladendenken für immer abzuschaffen. Stellt euch mal vor, Jungs würden bspw. grundsätzlich nur noch auf die Realschule können, weil sie ja in der Schule sowieso Mädchen unterlegen sind. Und zuletzt sind bis heute, besonders in wirtschaftlich ärmeren Ländern der Welt, viele Bereiche von Diskriminierung gegenüber Frauen betroffen, wodurch unzählige Leben eine Wendung zum Schlechteren genommen haben. Ich persönlich sollte mich mehr in die Lage von Frauen hineinversetzen, um den Frust zu verstehen, wenn man sofort in eine Schublade gesteckt wird ohne das verhindern zu können. Ebenfalls sollte ich darauf achten, in meinem Kopf und in meinem Umfeld mit Vorurteilen aufzuräumen und mir Kommentare wie „Typisch Frau“ mehrmals überlegen. Oft wird für einen kleinen Lacher ein Mensch tief verletzt und auf unlogische Aspekte reduziert, was weder geduldet werden darf noch soll. Gemeinsam für eine gerechte Welt!!

  24. Feministische Ethik
    Feminismus ist eine Bewegung, die die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau anstrebt. Sie kritisiert das Patriarchat und will eine neue Kultur schaffen, in der Geschlecht und Herkunft keinen Einfluss auf das weitere Leben haben. Dabei geht es nicht darum, dass Mann und Frau gleich sein müssen, sondern dass sie die gleichen Rechte, die gleiche Würde und auch gleiche Möglichkeiten in Schule, Arbeit und allgemein in allen Lebensbereichen haben.
    Ist Feminismus auch Männersache?
    Ja, weil Feminismus auch für beide Geschlechter Vorteile haben kann, da alte Stereotypen auch Männer in ihrer Selbstverwirklichung beeinträchtigen können. Zudem ist ein gesellschaftlicher Wandel mit nur 50 Prozent der Bevölkerung schwierig; deswegen müssen Männer ebenfalls zur Gleichberechtigung beitragen.
    Gibt es typische Frauen- und Männersachen?
    Es gibt einige biologische Unterschiede zwischen Männern und Frauen, die dazu führen, dass zum Beispiel die Kinderbetreuung eher als typisch weiblich assoziiert wird, da Männer keine Kinder gebären können. Aus diesem Grund gibt es typische Männer- und Frauensachen. Viele Stereotype haben jedoch keinen biologischen Ursprung, sondern sind gesellschaftlich konstruiert.
    Wie kann man die Situation verbessern?
    Um die Situation zu verbessern, kann man die typischen Rollenbilder hinterfragen und im Alltag eingreifen, wenn man Diskriminierung bemerkt.

  25. Feminismus ist nicht nur eine „Frauenangelegenheit“ er geht uns alle etwas an und ist auch für Männer wichtig. Denn Feminismus strebt nicht nach der Vorherrschaft eines Geschlechts, sondern nach Gleichberechtigung und fairen Chancen für alle. Tatsächlich profitieren auch Männer davon, wenn traditionelle Rollenbilder hinterfragt werden. Diese Bilder setzen Männer oft unter Druck, stark und erfolgreich zu sein und keine Schwäche zu zeigen. Dies führt nicht selten zu Stress und psychischen Problemen. Der Feminismus bietet hier eine Perspektive, die Menschen ermöglicht, ihr Leben freier von solchen Erwartungen zu gestalten.Auch das Ziel einer fairen Gesellschaft, in der Männer und Frauen die gleichen Chancen haben, ist ein Thema, das alle betrifft. Wenn Frauen auf dem Arbeitsmarkt, in der Politik und in der Gesellschaft gleichberechtigt sind, wird die Welt insgesamt gerechter und vielfältiger. Eine faire Aufteilung von Erwerbs- und Familienarbeit etwa nimmt Männern und Frauen den Druck, allein für bestimmte Rollen verantwortlich zu sein.Schließlich zeigt sich, dass gesellschaftliche Probleme wie Gewalt oder toxische Männlichkeit eng mit veralteten Geschlechterrollen verbunden sind. Feminismus setzt sich für eine Welt mit mehr Empathie, weniger Gewalt und besserer psychischer Gesundheit ein – für alle. Da Ungleichheiten weiterhin bestehen, ist Feminismus heute genauso wichtig wie früher, und er schließt alle mit ein ,die sich für eine gerechte Gesellschaft einsetzen möchten.Feminismus ist nicht nur eine „Frauenangelegenheit“ – er geht uns alle an und ist auch für Männer wichtig. Denn Feminismus strebt nicht nach der Vorherrschaft eines Geschlechts, sondern nach Gleichberechtigung und fairen Chancen für alle. Tatsächlich profitieren auch Männer davon, wenn traditionelle Rollenbilder hinterfragt werden. Diese Bilder setzen Männer oft unter Druck, stark und erfolgreich zu sein und keine Schwäche zu zeigen. Dies führt nicht selten zu Stress und psychischen Problemen. Der Feminismus bietet hier eine Perspektive, die Menschen ermöglicht, ihr Leben freier von solchen Erwartungen zu gestalten.Auch das Ziel einer fairen Gesellschaft, in der Männer und Frauen die gleichen Chancen haben, ist ein Thema, das alle betrifft. Wenn Frauen auf dem Arbeitsmarkt, in der Politik und in der Gesellschaft gleichberechtigt sind, wird die Welt insgesamt gerechter und vielfältiger. Eine faire Aufteilung von Erwerbs- und Familienarbeit etwa nimmt Männern und Frauen den Druck, allein für bestimmte Rollen verantwortlich zu sein.Schließlich zeigt sich, dass gesellschaftliche Probleme wie Gewalt eng mit veralteten Geschlechterrollen verbunden sind. Feminismus setzt sich für eine Welt mit mehr Empathie, weniger Gewalt und besserer psychischer Gesundheit ein – für alle. Da Ungleichheiten weiterhin bestehen, ist Feminismus heute genauso wichtig wie früher, und er schließt alle mit ein, die sich für eine gerechte Gesellschaft einsetzen möchten.

  26. Feminismus ist eine Bewegung, die nicht nur Frauen, sondern alle Geschlechter betrifft. Er zielt darauf ab, Geschlechterrollen und -ungleichheiten zu hinterfragen. Gesellschaftliche Normen und das Patriarchat haben über Jahrhunderte Strukturen geschaffen, die Frauen benachteiligen, aber auch Männern schaden, indem sie starre Rollenbilder festlegen. Feminismus ist notwendig, weil Geschlechterungleichheiten nach wie vor existieren und sich zum Beispiel auf politische Repräsentation auswirken. Männer und Frauen werden unterschiedlich behandelt, bspw. was soziale Normen angeht. Ein wichtiger Weg, die Situation zu verbessern, sind die Selbstreflexion und die Offenheit für andere Perspektiven. Ich persönlich setze mich aktiv für Gleichstellung ein, bin aber auch davon überzeugt, dass beide Geschlechter, zumindest prozentual betrachtet, trotzdem jeweils eigene Eigenschaften aufweisen, welche man zum Wohl beider nicht vermischen sollte (zum Beispiel sind Männer tendenziell besser in körperlicher Arbeit, Frauen tendieren dafür eher dazu, bei der Kindererziehung mehr Empathie zeigen zu können). Trotzdem halte ich es für wichtig, stereotype Rollenbilder zu hinterfragen und Empathie für alle Geschlechter zu fördern. So kann langfristig eine gerechtere Gesellschaft entstehen.

  27. Wenn man sich die Geschichte der Menschheit anschaut, so kann man erkennen, dass in der sozialen Gesellschaft schon immer klar zwischen Mann und Frau unterschieden wurde. Dies geschah weniger im Sinne der Menschlichen Anatomie und der Unterschiede der beiden Geschlechter im Körperbau, sondern eher in der Auffassung, dass Mann und Frau sich grundlegend in ihrem Wesen unterscheiden, wodurch die Frauen den Männern untergeordnet waren. Erstere verbrachten einen Großteil der Menschheitsgeschichte damit, treue und unschuldige Hausfrauen, Ehefrauen und Mütter zu sein, während die Männer sich ihre Träume erfüllen und ausleben konnten.
    Mit der Bewegung des “Feminismus”wurde erstmals eine gesellschaftliche Reform eingeleitet, die die Benachteiligung der Frauen zu Nutzen der Männer stoppen will. Feministen kämpfen um die Anerkennung, dass Frauen über die gleichen Rechte und die gleiche Würde verfügen wie Männer. Dabei ist wichtig anzumerken, dass hier nicht gemeint ist, dass Frauen und Männer gleich sind, sondern dass sie trotz ihrer Unterschiede die gleichen Chancen auf ein erfülltes Leben haben müssen.
    In diesem Sinne gebe ich der Philosophin Simone de Beauvoir Recht in ihrer Annahme, dass die Unterschiede zwischen Frauen und Männern nicht auf einem biologischen Grund beruhen, sondern auf den erbauten Konstrukten der Gesellschaft.
    Feminismus stößt heutzutage jedoch auch auf eine große Front an Gegnern, die das patriarchalische Gesellschaftsbild nicht loslassen möchten. Viele Menschen, sowohl Männer als auch Frauen, sind der Meinung, dass man an der bisherigen Rangordnung der menschlichen Geschlechter nichts ändern müsse. Aus diesem Grund ist meine persönliche Vorgehensweise zur Entschärfung solcher Situationen und um auf die Umgangsweise mit Feminismus und Frauen aufmerksam zu machen diese, dass ich beispielsweise abwertende Aussagen und Kommentare auf ihre moralische Richtigkeit hinterfrage. Dies tu ich nicht nur, damit ich selbst nicht bezügliche meiner Meinung in die Irre geleitet werde, sondern auch um den Urheber dieser Aussagen deren Problematik zu verstehen zu geben.

  28. Ich bin der Meinung, dass der Begriff „Feminismus“ in unserer Gesellschaft viel zu klein geredet wird: Viele Menschen assoziieren Feminismus sofort mit Misandrie (Männerfeindlichkeit) oder mit Protesten, ausgehend von weiblichen Personen, dabei wissen die meisten dieser Menschen nicht einmal, mit was sie es hier wirklich zu tun haben. Warum verbinde ich Feminismus mit Misandrie? Ist Feminismus mit Männerfeindlichkeit gleichzusetzen? Wie wird Feminismus überhaupt definiert?
    Wie das Wort „Feminismus“ (abgeleitet vom lateinischen Wort „femina“ – Frau) bereits vermuten lässt, zielt die Bewegung größtenteils auf die Emanzipation der Frau ab. Aber nicht nur das – Feminist*innen stehen zugleich für Gleichberechtigung und eine gerechte Rollenverteilung in unserer Gesellschaft ein.
    Bereits während der Kriegszeit wurden Frauen auf ihre Stellung in der Gesellschaft aufmerksam und begannen sich nach und nach zu äußern. Eine der wohl bekanntesten Vertreter des Feminismus damaliger Zeit ist die Philosophin Simone Beauvoir: Sie schrieb in der Nachkriegszeit im Jahre 1949 ihr bekanntestes Werk „Das andere Geschlecht“, in dem sie die Situation der Frau sowohl aus anthropologischer Sicht, als auch aus historischer Sicht erläutert und sich dazu positioniert. In ihrer Positionierung spricht de Beauvoir vor allem darüber, wie das weibliche Geschlecht durch die Erwartungen unserer Gesellschaft konstruiert wird und sich die Definition einer „richtigen Frau“ immer weiter wandelt.
    Leider hat sich die Stellung und die Erwartungen an Frauen in unserer Gesellschaft bis heute nicht großartig verändert: In vielen Familien herrscht immer noch das Klischee der Hausfrau, die sich um die Kinder und den Haushalt kümmert, und des Mannes, der Karriere macht und damit die Familie finanziert.
    In vielen Berufen stimmt das Gleichgewicht der Gleichberechtigung nicht mehr überein: Männer bekommen ein höheres Gehalt als Frauen, obwohl diese die selbe Leistung erbringen. Frauen, die sich viel um ihre Familie kümmern, werden lediglich als „Unterstützung“ für die Firma angesehen und aus diesem Grund weniger bezahlt. In manchen Fällen gibt es jedoch gar keinen Grund für eine ungerechte Bezahlung und trotzdem passiert es. Diese sogenannte „Gender-Pay-Gap“ ist nicht nur unfair gegenüber dem weiblichen Geschlecht, sondern widerspricht gewissermaßen auch unseren Grundrechten. In Artikel 3 unseres Grundgesetzes steht zum Einen „Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.“ und zum Anderen „Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.“ – somit ist das Entgegenwirken mit der feministischen Bewegung gerechtfertigt und legal.
    Natürlich könnte man mit den biologischen Veranlagungen von Männern und Frauen dagegen argumentieren, da Männer durch ihren Körperbau erheblich mehr Kraft aufbringen können und somit möglicherweise in kürzerer Zeit mehr Arbeit verrichten könnten als Frauen, jedoch ist der Lohnunterschied nur ein Bruchteil der Probleme, mit welchen unsere Gesellschaft zu kämpfen hat.
    Aufgrund von patriarchalischen Vorlagen und alteingesessenen Traditionen sowie kulturellen Normen wird das weibliche Geschlecht in unserer Gesellschaft zunehmend hinter das männliche Geschlecht gestellt: Prozentual betrachtet, gibt es in Führungspositionen weniger Frauen als Männer, sodass 2016 sogar eine Geschlechterquote (mind. 30% Frauenanteil in den Posten von Aufsichtsräten) eingeführt wurde. Männern wird von klein auf beigebracht, dass sie sich stark in ihrem Leben einbringen dürfen, dass es ok ist, viel Raum einzunehmen und in bestimmten Situationen zu dominieren, doch diese Art des Umgangs stellt das andere Geschlecht vollständig in den Schatten: Frauen wird zu viel Unsicherheit in schwierigen Situationen zugeschrieben und aufgrund ihrer angeblich emotionalen und mitfühlenden Art die Kindererziehung überlassen. Frauen fühlen sich dadurch ausgenutzt.
    Ich bin der Meinung, es sollte mit erheblich weniger Vorurteilen auf Frauen zugegangen werden. Klischees, wie dieses der Hausfrau, sollten den Menschen entzogen werden und anschließend vielmehr für die tatsächlichen Fähigkeiten des weiblichen Geschlechts geworben werden. Das System der Frauenquote ist aus meiner Sicht zwar nachvollziehbar, jedoch nicht sehr effizient, da es gegenüber Frauen beinahe den Eindruck der „Lückenfüllung“ vermittelt – Platz ist frei, Frau schreitet ein. Ich persönlich empfinde die Aufklärung über das Thema „Feminismus“ in einem angemessenen Maße als wirkungsvoller.

  29. Feminismus bezeichnet eine Bewegung, die sich für die Gleichstellung der Geschlechter einsetzt und ist somit nicht nur eine Angelegenheit für Frauen, sondern betrifft Menschen aller Geschlechter. Männer können eine wichtige Rolle im Feminismus spielen, da sie aktiv zur Überwindung von Geschlechterstereotypen und zur Förderung der Gleichberechtigung beitragen können, da sie in meistens in einer besseren Position stehen. Die Notwendigkeit des Feminismus wird durch die anhaltenden strukturellen Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern unterstrichen, wie zum Beispiel Unterschiede in Bezahlung, Familienfürsorge und beruflichen Chancen. Diese Ungleichheiten bestehen immer noch, obwohl Frauen heute die gleichen Rechte wie Männer haben, wie das Wahlrecht, das Recht auf Bildung und die Freiheit, jeden Beruf auszuüben. Diese Unterschiede kommen wahrscheinlich daher, dass wir von Grund auf unterschiedlich großgezogen werden. Denn schon von Kind an werden die beiden Geschlechter getrennt, Mädchen spielen mit Puppen und Jungs mit Autos, Mädchen bekommen rosa Kleidchen angezogen und Jungs blaue Hosen. Diese Stereotypen kommen aber nicht irgendwo her, sie wurden von Menschen gemacht. Deshalb ist es wichtig, diese Stereotypen zu brechen und zu schauen, dass Frauen und Männer gleichgestellt werden. Deshalb ist der Feminismus notwendig, weil er sich nicht nur auf die Rechte von Frauen beschränkt, sondern auch, indem er die Geschlechterrollen in Frage stellt und für eine Gesellschaft eintritt, in der alle Menschen frei von Diskriminierung leben können, egal welchen Geschlechtes sie zugehören. Die Beteiligung von Männern am Feminismus kann entscheidend sein, um eine Kultur der Gleichberechtigung und des Respekts zu fördern, die letztlich allen zugute kommt.

  30. Ich glaube, Feminismus ist nicht nur eine Sache für Frauen, sondern auch für Männer. Es geht darum, dass alle Menschen, unabhängig von ihrem Geschlecht, fair und gleich behandelt werden sollten. In der Vergangenheit hat man Frauen oft benachteiligt und in Rollen gedrängt, aber auch Männer leiden unter den Erwartungen und Stereotypen, die mit ihrer Männlichkeit verbunden sind. Zum Beispiel wird von Männern oft erwartet, stark und zu sein, oder keine Emotionen zu zeigen. Das kann auch zu psychischen Problemen führen. Um das zu verbessern, müssten Männer aktiv Teil der Lösung sein. Erstens, müssen sie Stereotypen hinterfragen und sich für eine vielfältigere Gesellschaft einsetzen. Das bedeutet, Frauen in Führungspositionen und allgemein zu unterstützen und sich für gerechte Arbeitsbedingungen einzusetzen (auch gleiche Löhne wären gut). Zweitens, indem sie ihre eigenen Vorteile reflektieren und sich für die Gleichstellung der Geschlechter einsetzen, auch wenn das manchmal bedeutet, dass die Männer einen Teil ihrer Macht oder Vorteile abgeben müssen. Drittens, indem Männer sich für feministische Werte wie Respekt, Gleichberechtigung und Solidarität einsetzen würden. Man müsste aktiv mehr gegen Sexismus und Diskriminierung vorgehen, egal ob im persönlichen Umfeld oder in der insgesamten Gesellschaft. Wichtig ist, dass Männer und Frauen zusammenarbeiten, um eine Gesellschaft zu schaffen, in der alle Menschen die gleichen Chancen und Rechte haben, ohne Nachteile aufgrund von ihrem Geschlecht. Das benötigt zwar ein Umdenken und eine Veränderung, aber es könnte funktionieren, wenn wir alle zusammenarbeiten und uns für eine gerechtere und gleichberechtigte Zukunft einsetzen.

  31. Die Ideen, die Gesellschaften davon haben, wie die verschiedenen Geschlechter sein sollen sind aus den Rollen, für die der verschiedene Körperbau von Männern und Frauen biologisch ausgelegt sind konstruiert. Männer sind durchschnittlich größerund stärker als Frauen, weswegen diese in den meisten Kulturen als dominant und die materiellen Anbieter der Familien gesehenwerden. Frauen sind diejenigen,
    deren Körper am meisten in die Kinder investiert, weswegen sie in den meisten Kulturen als fürsorglich gesehen werden und oft die Aufgabe, sich um die Kinder zu kümmern zugeteilt bekommen. In der Neurologie gibt es jedoch keine Beweise dafür, dass Männer und Frauen von Natur aus anders denken, man kann also sagen, dass alle Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht mit der selben mentalen „Hardware“ geboren sind. Die Gleichberechtigung von Männern und Frauen ist auch eine Männersache, da beide Geschlechter mit ihren eigenen Vorurteilen zu kämpfen haben und man nicht auf gute Lösungen für die ganze Gesellschaft kommen kann wenn man die Hälfte der Bevölkerung nicht miteinbezieht. Außerdem ist ein wichtiger Schritt, für die Gleichberechtigung, dass Männer sich bewusst darüber werden, was für Privilegien gegenüber Frauen sie haben und auf ihre Privilegien zu verzichten.

  32. Um über die Frage zu diskutieren, ob Feminismus Männersache ist, muss man erst mal definieren, was Feminismus überhaupt ist. Laut Google ist Feminismus die Frauenbewegung, welche sich die Durchsetzung der gesellschaftlichen und politischen Rechte der Frau und die Beseitigung der Benachteiligung der Frau. Die Frage, ob Feminismus notwendig sei, kann jeder für sich selbst beantworten. Meiner Meinung nach ist Feminismus wichtig, da es immer noch viel zu wenig Frauen in Führungspositionen sind und schlechter bezahlt werden als ein Mann. Im Durchschnitt bekommt eine Frau 30% weniger Lohn als ihr männlicher Kollege in der gleichen Position. Viele Männer sind der Meinung, dass Frauen den Druck, der in den oberen Etagen herrscht nicht standhalten können. Auch sind meist Männer in den höheren Positionen, und bevorzugen meist, trotz schlechter Qualifikationen den Mann vor der Frau. Mein Lösungsvorschlag zur Verbesserung der Situation ist, dass man Frauen einfach in dei Führungspositionen einführt. Ich meine Frauen sind auch wie Männer Menschen. Wo liegt das Problem etwas Humanistisches umzusetzen. Deshalb, finde ich, das Simone Beauvoir Recht hat und alle Geschlechter gleichbehandelt werden sollten. Genau wie in Grundgesetz Artikel 3 verankert ist, das sowohl Männer und Frauen gleichberechtigt sind. Im Bundestag sitzen derzeit 35% Frauen. Der Rest stellen immer noch die Männer. In der freien Wirtschaft sind es Handwerkliche Berufe wie Elektroniker oder Handwerker, welche von Männern dominiert sind. Aber auch Informatiker ist eher ein Männerbereich. Im Jahr 2023 waren 65% der Bürokräfte Frauen. Was ich damit sagen will, ist , das manche Berufe von Frauen und manche von Männern dominiert werden. Ich bin mir sicher in den Berufen, bei denen die Frauen einen größeren Anteil der Arbeitskraft einnehmen, gibt es auch mehr Führungspositionen, bei denen Frauen sitzen. Dennoch, solange diese Ungleichheit besteht, finde ich es wichtig und richtig weiter für den Feminismus zu kämpfen.

  33. Zuerst einmal müssen 2 Grundbegriffe des Feminismus geklärt werden, um die Fragestellungen zu beantworten.

    Feminismus ist eine wichtige Bewegung, die dafür kämpft, dass Mädchen und Jungen, Frauen und Männer die gleichen Chancen und Rechte in der Schule, im Beruf und im Leben haben. Es geht darum, gegen Vorurteile und stereotype Erwartungen anzukämpfen, damit jeder die Freiheit hat, seine Interessen zu verfolgen.

    Patriarchismus ist, wenn Männer in vielen Bereichen der Gesellschaft mehr Macht und Privilegien haben als Frauen, basierend auf traditionellen Geschlechterrollen. Es bedeutet, dass Männer oft bevorzugt und Frauen oft benachteiligt werden.

    Traditionell wurden bestimmte Aktivitäten, Berufe oder Interessen als „typisch“ für Frauen oder Männer betrachtet. Dies basierte oft auf sozialen Normen und Stereotypen. Jedoch wandeln sich diese Vorstellungen, und es gibt eine zunehmende Anerkennung, dass Interessen und Fähigkeiten nicht ausschließlich aufgrund des Geschlechts festgelegt sind. Die unterschiedliche Behandlung von Männern und Frauen kann auf tief verwurzelten sozialen Normen, kulturellen Traditionen und historischen Strukturen beruhen.

    Simone de Beauvoir argumentierte, dass Geschlechterrollen und Geschlechtserwartungen soziale Konstruktionen sind und nicht zwangsläufig auf biologischen Unterschieden basieren. Viele Feministinnen teilen diese Perspektive und betonen, dass kulturelle und gesellschaftliche Normen einen erheblichen Einfluss auf die Wahrnehmung von Geschlecht und die zugehörigen Erwartungen haben. Biologische Unterschiede mögen existieren, werden aber oft als unzureichende Begründung für bestehende Ungleichheiten betrachtet.

  34. Oftmals wird angenommen, dass Feminismus nur etwas für Frauen sei, da diese auch explizit im Namen genannt werden. Es ist entgegen den Erwartungen mehr als das, denn „Feminismus“ umfasst mehrere Nischen mit unterschiedlichen Vorstellungen. Nichtsdestotrotz bestehen sie in ihrem Wesentlichsten aus dem Wunsch der gleichberechtigten Stellung und Berücksichtigung aller, unabhängig von Geschlecht oder Rasse. Das bedeutet automatisch auch, dass es alle, auch Männer, etwas angeht.
    Ursprünglich diente der Feminismus in gewisser Weise als Gegenpol zum Patriarchat, der Männerbestimmten Welt. Ziel war es von Anfang an, Frauen von Diskriminierung zu befreien und Gleichberechtigung zu schaffen. Im Vergleich zu damals, ist der heutige Stand der Dinge schon deutlich besser, allerdings ist die Welt weiterhin von stereotypischen Gedankengängen bestimmt. Selbst, wenn wir es gerne verdrängen würden, heißt es noch immer Rosa sei eine Mädchenfarbe, Blau eine Jungenfarbe und Puppen seien für Mädchen, Autos für Jungen. Diese Stereotypen sind in den Köpfen der Menschen verwurzelt, wobei sie eigentlich nur ein Konstrukt des Menschen selbst sind. Jene und weitere führen darüber hinaus auch zu Ungleichheiten in z.B. dem beruflichen Umfeld. Schon bei Bewerbungsgesprächen müssen sich Frauen oftmals Fragen bezüglich der Familie oder Kinderplänen anhören, was bei Männern sonst nicht der Fall ist. Später bei der Arbeit sind sie ebenfalls nicht auf gleicher Ebene, wie z.B. der „Gender-Pay-Gap“, die Lohndifferenz aufgrund des Geschlechts, zeigt. Diese basiert zu Teilen darauf, dass Frauen häufiger Teilzeit arbeiten, um sich um die Familie kümmern zu können. Es ist gewissermaßen eine der Folgen der stereotypischen Zuordnung und der mangelnden Beteiligung von Männern in diesem Metier.
    Was steckt aber überhaupt genau hinter diesen Rollenbildern und der dementsprechend unterschiedlichen Behandlung, wie kommt es dazu? „Man wird nicht als Frau geboren, man wird dazu gemacht“, das Umfeld, genauer gesagt die erwähnten sozialen Konstruktionen und Erwartungen prägen den Menschen zu dem, was er ist. Übertragbar ist dieses Zitat auf vieles, auf Feministen, Männer und allerlei Dinge. Von klein auf wird uns gesagt, was wir machen und tragen sollen, wie man sich benehmen und sein Leben leben soll. Diese Anleitung in der Kindheit ist keineswegs verkehrt, sie ist jedoch weiterhin zu Geschlechterbezogen. Gerade deshalb will der Feminismus Gleichberechtigung schaffen und gerade deshalb sollten sich alle, einschließlich Männer, beteiligen, denn eine Veränderung der Gesellschafft und ihrer Denkweise ist möglich. Aber um das zu erreichen, sollten die Menschen zunächst einmal mehr Aufklärung erhalten, Schulen bieten dafür u.a. die perfekte Bühne. Des Weiteren sollte in der Arbeitswelt weniger auf Geschlecht geachtet und die Bewerbung stattdessen evtl. anonym gehalten werden. Nicht zu vergessen, sollte man auch ein gleiches Arbeitsumfeld für alle ermöglichen. Ein einziger Faden ist zum Zerreißen gezwungen, nur ein ganzes Seil aus vielen Fäden gemacht, kann halten, heißt: nur wenn alle mitmachen, ist Gleichberechtigung möglich.

  35. Die Bewegung des Femininums hat die Aufgabe die Ungleichheiten zwischen den verschiedenen Geschlechtern aufzuzeigen und diese dementsprechend zu minimieren. Fälschlicherweise wird oft Feminismus als „Frauensache“ abgestempelt. Dieses Phänomen hängt größtenteils mit der Namensgebung der Bewegung zusammen. Zudem beschäftigt sich der Feminismus fast ausschließlich mit der Gleichstellung von Frauen in Bezug auf Chancen, Rechte, etc. . Meiner Meinung heißt das noch lange nicht das Männer dabei ausgeschlossen werden. Ganz im Gegenteil, Männer sollten in dem Prozess der Neugestaltung und Gewichtung der Geschlechter inkludiert werden. Denn schließlich geht es bei dem Feminismus um die Gleichstellungen der Geschlechter und auch das gemeinsame Einsetzen gegen Vorurteile und Diskriminierung bezüglich der Geschlechterrollen. Zudem wäre es meiner Ansicht nach ein Widerspruch des Feminismus, wenn ein Geschlecht, in diesem Fall der Mann, ausgegrenzt wird.
    Die Unterschiedliche Behandlung von Mann und Frau geht oft auf Stereotypen zurück. So wurden beispielsweise Verhaltensmuster oder Berufe bestimmten Geschlechtern zugeteilt. Dies basieren oft auf Traditionen oder anderen kulturellen Normen, welche schon längst veraltet sind und von dem Feminismus aktiv bekämpft werden müssen.
    Zur allgemeinen Verbesserung der Ungleichheit muss jeder vorerst individuell an sich arbeiten. Dies kann zum Beispiel durch das Hinterfragen spezifischer Vorurteilen, welche man über das andere Geschlecht hat, geschehen. Des weiteren kann man Wissen verbreiten, welches die Akzeptanz der Geschlechter fördert. Aber auch durch das eigenständige Einbringen in die Politik kann den Feminismus bestärken.

  36. Feminismus setzt sich für die Gleichberechtigung der Geschlechter ein, hauptsächlich für die Rechte der Frauen.
    Der Patriarchismus ist ein Sozialsystem, in dem der Mann dominant gegenüber der Frau ist.
    Ich finde Simone Behavoir hat Recht und sie hat richtig gehandelt, da auch meiner Meinung nach die Geschlechter gleichermaßen berechtigt werden sollten. Das Geschlecht ist weder etwas konstruiertes noch etwas anerzogenes. Das Geschlecht ist biologisch bestimmt und wird durch seine soziale und kulturelle Umgebung geprägt.
    Ja, es gibt typische Männer- und Frauensachen was zum Teil auch Sinn macht, da zum Beispiel bei schweren körperlichen  Belastungen die Frau nicht so viel „ertragen“ kann wie der Mann. Und aus diesem Grund denke ich entstehen die Differenzen zwischen Männer und Frauen, da es biologisch genetisch bedingt ist, dass der Mann prozentual betrachtet körperlich Leistungsfähiger ist als die Frau und deshalb der Mann der Frau körperlich überlegen ist. Offiziell gibt es natürlich keine typischen Männer – oder Frauensachen. In der Realität ist es jedoch so, dass es typische geschlechterspezifische Aspekte gibt zum Beispiel was Mode angeht, dass Männer keine Röcke, Kleider oder Bikinis anziehen. Anderseits könnte ich mir sowieso keinen Mann vorstellen der einen Bikini oder einen Badeanzug anhat.
    Mein persönlicher Weg zur Verbesserung dieser Differenzen, ist die Aufklärung der Menschen über dieses Thema, wie dies erreicht wird, vielleicht durch Demonstrationen oder schulische Bildung, dass man in der Schule ein extra Fach hätte z.B. sozialer Umgang mit Menschen.

  37. Was denkst du darüber? Ist Feminismus deiner Meinung nach (auch) Männersache? Ist Feminismus notwendig?

    Um genauer Bezug auf dieses Thema zu nehmen, wird erst einmal der Begriff „Feminismus“ aus meiner eigenen Sicht definiert.

    Was ist Feminismus?
    Feminismus ist eine politische Bewegung, die für mehr Gleichberechtigung und weniger Diskriminierung, speziell Frauen gegenüber, sorgen soll. Denn Frauen sind oft aufgrund ihres Geschlechts benachteiligter gegenüber Männern, indem sie z.B. für die selbe Arbeit weniger Geld verdienen (Gender-Pay-Gap). Das Ziel der Bewegung ist es deshalb, eine neue Kultur zu erschaffen, die an einer ganzheitlich-menschlichen Gesellschaft orientiert ist und somit weder durch die Rasse noch durch das Geschlecht beeinflusst wird.

    Brauchen wir Feminismus heutzutage überhaupt?
    Ich bin der Meinung, dass Feminismus ein relevantes Thema der Vergangenheit, der Gegenwart und auch der Zukunft ist. Es hat sich in den letzten Jahren schon viel in der Gesellschaft gewandelt, wie z.B. eine gleichberechtigte Bildung für alle oder auch die Möglichkeit der Berufsausübung für Frauen (auch mit Kindern), jedoch sind wir noch nicht am Ende dieses Themas und werden es wahrscheinlich auch nie sein, denn Feminismus ist ein immer fortlaufender Prozess der Gesellschaft.

    Gibt es typische Frauen- und Männersachen?
    Meines Erachtens nach gibt es heutzutage keine speziellen Männer- oder Frauensachen mehr. In der Vergangenheit war dies die Normalität, jedoch haben sich die Welt und die Denkansätze der Bevölkerung seither sehr verändert. In der heutigen Zeit ist es für jede Person möglich, das auszuüben, was sie begeistert und wofür sie brennt, was meiner Ansicht nach auch der richtige Ansatz ist, denn man kann eine Sache nur dann richtig gut machen, wenn einem auch etwas daran liegt. Es ist jedoch möglich zu sagen, dass es bei den unterschiedlichen Geschlechtern Tendenzen gibt, die sich faktenbasiert feststellen lassen. Tendenzen schließen jedoch keineswegs aus, dass man sich z.B. von seinem Traumberuf abbringen lassen sollte.

    Sollten sich Männer für Feminismus einsetzen?
    Meiner Meinung nach JA! Denn Feminismus ist eine Bewegung, die die ganze Gesellschaft betrifft, indem das Erreichen von Geschlechtergerechtigkeit und die Beendigung der dadurch entstehenden Diskriminierung im Vordergrund stehen. Genau das geht die ganze Gesellschaft etwas an und so spielt der Feminismus auch eine große Rolle für die Männer. Es ist auch von ihrem Vorteil, die patriarchalischen Strukturen kritisch zu hinterfragen und zu bekämpfen, weil auch sie durch den teilweise fehlenden Feminismus in ihrer Persönlichkeit eingeschränkt werden.

    Wie ist eine Verbesserung der Situation möglich?
    Aus meiner Sicht spielt dabei die Aufklärung eine ganz wichtige Rolle. Jeder Mensch sollte über die Missstände in der Gesellschaft informiert sein, um sich auch so eine fundierte Meinung darüber bilden zu können. Denn wer nicht weiß, wie ungerecht und diskriminierend die Welt gegenüber Frauen ist, kann auch nichts dagegen tun. Im Folgenden führt das natürlich wiederum zu weiteren Maßnahmen, die dabei von Politiker*innen eingefordert werden sollten.
    Man sollte jedoch auch nicht gleich alle Eltern „verurteilen“, bei denen z.B. die Erziehungsteilung nicht ganz gleich aufgeteilt ist. Denn jede Familie darf das für sich ganz individuell entscheiden. Wer in Teilzeit arbeitet, wer kocht und wer für das Staubsaugen zuständig ist, das wird nämlich auch nach persönlichen Vorlieben entschieden. Jedes Elternteil gibt sein Bestes, auch wenn das zwischen dem Beruf, der Familie und vielem mehr nicht immer ganz so einfach ist. Wenn die Verteilung der Aufgaben dabei dem Klischee entspricht, jedoch die Familie so gerne leben möchte, ist das auch in Ordnung und heißt nicht gleich, dass sie gegen die Bewegung des Feminismus sind.

  38. Muss man sich heute noch die Frage stellen, ob Feminismus wirklich notwendig ist oder muss dies im 21. Jahrhundert nicht eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, dass Frauen und Männer gleichgestellt sind?
    Im deutschen Grundgesetz, genauer gesagt im Artikel 3, ist der Grundsatz verankert, dass vor dem Gesetz alle Menschen gleich sind und Männer sowie Frauen gleichberechtigt sein sollen. Aufgrund dieser Bestimmung könnte man schlussfolgern, dass in Deutschland die Gleichberechtigung von Mann und Frau bereits verwirklicht ist. Diese Annahme wird jedoch von Anhängern des Feminismus in Frage gestellt.
    Als ich mich tiefgreifend mit diesen Fragestellungen beschäftigt habe und auch die Bedeutung des Wortes Feminismus näher untersucht habe, wurde mir das Ausmaß dieser Fragestellung bewusst.
    Feminismus wird oft als eine Gegenbewegung zum Patriarchat betrachtet, wobei seine Anhänger die Gleichberechtigung der Geschlechter anstreben, heute oft sogar die Gleichberechtigung aller Geschlechter. Das Wort „Feminismus“ ist heutzutage oft mit einer negativen Konnotation verbunden.
    Die Grundlage der Diskussion über Gleichberechtigung liegt zunächst in der biologischen Unterscheidung von Mann und Frau. Der offensichtlichste Unterschied besteht darin, dass Frauen die Fähigkeit besitzen, Kinder zu gebären, während Männer dies nicht können, eine biologische Tatsache, die im Gegensatz zu anderen Unterschieden unveränderbar ist. Wahrscheinlich aufgrund dieser Fähigkeit haben sich im Laufe der Zeit unterschiedliche Gewohnheiten, Traditionen und Rollenbilder entwickelt.
    Historisch gesehen war in vielen Kulturen oftmals die Mutter für die Versorgung des Nachwuchses verantwortlich, ähnlich wie im Tierreich. Durch die Domestizierung und die Entwicklung der Menschheit entstand das Familienkonzept, in dem auch der Vater eine zentrale Rolle einnahm.
    Auch heute hat die klassische Rollenverteilung vom „starken“ Mann und der „kümmernden“ Frau in vielen (deutschen) Haushalten eine zentrale Bedeutung.
    Feminismus kann und soll zu einer Veränderung dieses Rollenbilds führen. Feminismus zielt nämlich nicht darauf ab, eine zusätzliche „Frauenwelt“ zu bilden, sondern versucht eine Welt zu (er)schaffen, in der das Individuum unabhängig von seinem Geschlecht, durch seine Stärken und Fähigkeiten betrachtet und bewertet wird. Um diese Geschlechtergleichstellung voranzutreiben, vorhandene Bilder abzuändern, braucht es die Unterstützung beider (aller) Geschlechter. Statistisch gesehen machen mehr Frauen Abitur, ungefähr gleich viele Männer und Frauen fangen an zu studieren und in Führungspositionen landen am Ende trotzdem mehr Männer.
    Entgegenzuhalten ist dem aber, dass sich statistisch gesehen auch mehr Frauen in sozialen Berufen engagieren (Erzieher, Pflege, etc.). Aufstiegschancen sind in diesen Berufen deutlich schwieriger.
    Fraglich ist ob diese Berufswahl auf freiwilliger Basis entsteht oder durch Umfeld und Erziehung geprägt ist. Abschließend lässt sich diese Frage wohl nicht beantworten.
    Klar ist nur, dass Unterschiede zwischen den Fähigkeiten und Möglichkeiten der Geschlechter bestehen- biologische und strukturelle. Die biologischen sind unveränderbar, die strukturellen wandelbar.
    Eine Veränderung ist aber nur dann möglich, wenn sich alle daran beteiligen. Veraltete Denkmuster müssen aufgebrochen werden und es muss reflektiert und diskutiert werden.
    Auch Männer können von dieser Geschlechtergleichberechtigung profitieren. Die Befreiung und Erweiterung des traditionellen Rollenklischees ermöglichen für Männer neue Verhaltensmöglichkeiten und das Auflösen alter Denkmodelle. Das Zeigen von Gefühlen, das Herauslösen aus vorgegebenen, anerzogenen Standards, wie z.B. als Mann nicht Weinen zu dürfen, die Möglichkeit andere Berufe zu wählen oder die Erziehung der Kinder und das Führen des Haushaltes, bringen in den Alltag und für die Familie ganz neue Denkansätze und verändern so das soziale Miteinander.
    Vielen Menschen ist die eigentliche Bedeutung des Wortes Feminismus nicht klar und dieser wird auch in den modernen Medien, als übertrieben und oft ins Lächerliche gezogene, abgetan. Dies ist wohl geprägt durch die veralteten Denkweisen und das wenige bewusste Auseinandersetzen mit althergebrachten Rollenbildern.
    So kommt es zu Missverständnissen und einer fehlenden Beteiligung der Männer an diesem Wandel, für den die Männer eine wichtige Rolle spielen. Ziel ist ein offenerer Umgang mit Gefühlen, Beziehungen und Lebensentscheidungen, hin zu einer fairen, geschlechtergerechten Welt.
    Um dieses Ziel verfolgen zu können, ist es wichtig, dass man sich mit dem Thema gründlich auseinandersetzt, Verständnis erlangt, sich und seine Einstellung zu diesem Thema reflektiert und Frauen in diesen Themen zuhört, sie unterstützt und offen über dieses Thema spricht. Ungleiche Einkommensverteilung, Ungleichbehandlung bei Jobvergabe, Reduzierung auf Aussehen und daher keine Chancengleichheit kann und darf es im 21. JH. eigentlich nicht mehr geben
    Jeder Frau (und jedem Mann) muss es möglich sein, alle Dinge, die das Leben zu bieten hat, ausführen zu können, ohne Einschränkung aufgrund des Geschlechtes.

    Mein persönliches Fazit:
    Feminismus hat nichts mit dem Schaffen von besonderen Bedingungen für Frauen zu tun, sondern um eine tatsächliche Gleichstellung der Geschlechter, unabhängig von biologischen Merkmalen, Traditionen und Rollenbildern. Frauenquoten um die Chancen der Frauen zu optimieren erscheinen mir als schwierig. Vielmehr muss die Beurteilung, ggf. die Einstellung im Berufsalltag anhand der Fähigkeiten erfolgen. Stunden- und Arbeitszeitmodelle müssen an die heutigen Bedürfnisse der Menschen und Familien angepasst werden. Geschlecht darf kein Ausschlusskriterium sein und die Debatte um Feminismus muss unter dem Aspekt der tatsächlichen Geschlechtergleichstellung diskutiert werden.
    Jeder Mensch muss individuell die Möglichkeit haben sich zu entfalten und die eignen Ansprüche leben zu können. Traditionelle Bilder in Alltag, Partnerschaft und Erziehung, die Sorge für den Unterhalt können von allen Beteiligten reflektiert und angepasst werden.
    Feminismus ist also eine Chance die Rollenbilder zu überdenken und zu überarbeiten, sich und seinem Umfeld entsprechend. Neue Möglichkeiten werden geschaffen, das Verständnis steigt, wodurch die Geschlechterungerechtigkeit und -ungleichheit überwunden werden können. Männer spielen eine bedeutende Rolle, weshalb Feminismus definitiv auch Männersache ist und die Auseinandersetzung mit Feminismus zwingend notwendig ist.

  39. Feminismus. Allein schon das Wort sagt aus, dass es sich um eine ,,Frauensache“ handelt, könnte man argumentieren. Das sei eine Sache, die Frauen angefangen hätten und die Männer nichts angehe. Kritiker des Feminismus sehen jedoch nicht, dass Feminismus vielmehr beinhaltet, als nur ,,Frauensache[n]“, denn das grundlegende Ziel, welches Feministen schon seit Anbeginn der Frauenbewegungen verfolgen, ist die einfache Geschlechtergerechtigkeit, d.h. die Gleichberechtigung aller Geschlechter. Natürlich direkt gefolgt von dem Ziel, die Rechte und die Würde der Frau mit dem Mann gleichzustellen. Doch dieser Schritt ist, bzw. war, ein grundlegender Eingriff in die Gesellschaft, in das Denken der Menschen. Auf einmal sollte etwas verändert werden, was schon seit man denken kann, fest in unserem Denken und in der Gesellschaft verankert ist. Die Frau sei dem Mann untergeordnet. Dieses Rollenbild wird häufig begründet, mit dem Anfang der Welt und der Erschaffung des Menschen. Zuerst wurde der Mann von Gott aus Erde erschaffen, dann entnahm Gott Adam eine Rippe und formte daraus die Frau. Daraus leitete die Gesellschaft ab, dass die Frau nicht ohne den Mann existieren könne und ihm untergeordnet sei. Ein vollkommen fehlgeleitetes Denken, dem Feministen entgegen wirken wollen. Und wenn solche Rollenbilder geändert werden, geht es die Männer auch etwas an, denn diese nehmen in dieser Vorstellung auch eine Rolle ein. Der dominierende und ,,starke“ Mann, der die Frau und seine Familie beschützen und ernähren soll. Dem kann nicht jeder Mann gerecht werden. Daher betrifft diese Veränderung auch den Mann und an diesem Punkt wird Feminismus auch zur ,,Männersache“.
    In der heutigen Zeit mit unserem moderneren Denken ist diese Vorstellung der Geschlechter in den meisten Kulturen abgeschwächt oder sogar ganz abgeschafft worden. Die moderne Frau hat nun dieselben Rechte wie der Mann und ist gleichberechtigt, was sogar in vielen Teilen dieser Welt im Grundgesetz verankert ist. Trotzdem zeigen sich in unserer modernen Welt immer noch Rollenbilder in anderer Form. Und zwar rede ich hier von den Anforderungen der Gesellschaft an die Geschlechter, zu denen unter anderem auch Schönheitsideale gehören. Ein Beispiel dafür ist, dass ,,richtige Männer“ stark sein und keine Gefühle zeigen sollten. Ein weiteres, dass Hausmänner, die anstelle ihrer arbeitenden Frauen den Haushalt und die Kindererziehung übernehmen, als schwach gelten, usw. Das Gleiche bei den Frauen. Schönheitsideale wie die ,,perfekte“ Figur oder das Benutzen von MakeUp. Diese meist auch unterbewussten Anforderungen der Gesellschaft betreffen beide Geschlechter und Feministen kämpfen dafür, dass Frauen und Männer diese Anforderungen herabsetzen können. Den Fortschritt, den Feministen erzielen kann man eindeutig an vielen Beispielen, sei es Werbung oder Erfolge unabhängiger Frauen sehen. Doch am besten, wie ich finde, sieht man den Erfolg auf Social Media Plattformen. Dort setzen sich viele Menschen, um auf mein früheres Beispiel zurückzukommen, dafür ein, dass Schönheitsideale abgeschafft werden und jeder seinen Körper so anfängt zu lieben, wie er ist. Frauen und Männer machen darauf aufmerksam wie hart es heutzutage ist, in der jeweiligen Rolle der Geschlechter zu sein und klären so die Masse auf. Das finde ich persönlich den besten Weg um viele Menschen auf der ganzen Welt zu erreichen und unsere Gesellschaft zu wandeln. Dabei ist es in der heutigen Zeit in Ordnung wenn ein Mann seine Gefühle zeigt oder eine Frau mal kein MakeUp trägt und jeder Mensch einfach nur das sein kann was er ist. Ein Mensch. Denn in diesem Aspekt sind wir alle gleich.

  40. Für die Betrachtung der Frage, ob Feminismus auch Männersache ist, sollte zuerst einmal überlegt werden, ob es in der heutigen Zeit überhaupt noch Männer bzw. Frauensachen gibt. Ich denke, dass man dies bejahen kann: So werden beispielsweise auch heute noch Schleifen und Blumen Frauen und schnelle Autos und Anzüge Männern zugeschrieben. Jedoch heißt das nicht, dass dies von Natur aus der Fall ist, denn Gegenstände Geschlechtern zuzuordnen, ist ein Konstrukt der Gesellschaft. Schließlich gibt es auch viele Frauen, die sich nicht sonderlich für Blumen interessieren und schnelle Autos bevorzugen oder aber gibt es Männer, die Blumen schnellen Autos vorziehen. Zwar lockern sich heutzutage die strikten Grenzen zwischen Frauen- und Männersachen, beispielsweise tragen viele Frauen mittlerweile Anzüge, jedoch gibt es leider immer noch diese Limitierungen.

    Es gibt diese Grenzen aber nicht nur in Bezug auf Gegenstände. Denn Frauen entscheiden sich heutzutage oftmals, sich um die Familie zu kümmern und somit wird die berufliche Karriere zweitrangig. Diese Entscheidung wird vom Großteil der Gesellschaft gefördert, obwohl die meisten europäischen Frauen in der heutigen Zeit eine Ausbildung oder ein Studium absolviert haben. Die Rollenverteilung, dass die Frau Teilzeit arbeitet oder sogar ganz daheim bleibt, entsteht leider aus einer finanziellen Notwendigkeit, da Frauen im europäischen Durchschnitt 20% weniger als Männer verdienen. Die Begründung dieser Rollenverteilung und der damit einhergehende „Gender Pay Gap“, wie die finanzielle Diskrepanz auch bezeichnet wird, ist auf die Biologie zurückgeführt. Aber nur weil es schon in der Steinzeit diese Rollenverteilung aufgrund physiognomischer Unterschiede zwischen Männern und Frauen gab, heißt das nicht, dass dies gut ist. Denn im Vergleich zur Steinzeit benötigt man heute keine Muskeln oder Jagdtalent mehr, um Essen auf den Tisch zu bringen. Deswegen gibt es auch keinen Grund mehr, diese sture Denkweise beizubehalten. Dank der Feminismusbewegung und Menschen wie Simone de Beauvoir, ist es heutzutage für Frauen akzeptabel und normal, dass sie arbeiten gehen, genauso wie Männer. Gründe dafür, dass das weibliche Geschlecht immer noch viele Nachteile in seinem Arbeitsalltag erfahren muss, sind aber nicht nur finanzieller Natur. So wird Frauen beispielsweise gesagt oder ihnen auch durch Medien übermittelt, dass sie schlechte Mütter sind, wenn sie nicht daheim bei den Kindern sind oder dass sie einen Job nur bekommen haben, weil sie gut aussehen oder um eine Frauenquote im Betrieb zu erfüllen.

    Diese Ungleichheiten gesellschaftlicher Natur sind veränderbar und durch den Feminismus angestrebt. Jedoch reicht es nicht, wenn nur Frauen Feministen sind, Männer, müssen auch ihren Beitrag leisten. Zwar kann ich es nachvollziehen, dass es für die meisten Männer bequemer ist, wenn die Frau daheim bleibt, kocht und sich um die Kinder kümmert und die Männer somit nicht an der Bewegung des Feminismus teilnehmen. Um einen umfassenden Feminismus zu kreieren, müssen die Rollen von Frauen und Männern gesellschaftlich, kulturell und ethisch allumfassend sein. Weder Geschlecht noch Rasse sollten den Wert und die Rolle eines Menschen in der Gesellschaft definieren und bestimmen. Das beinhaltet, dass eine fundamentale Veränderung nur geschaffen werden, wenn alle, Männer und Frauen, zusammen arbeiten und auf das Problem aufmerksam machen.

  41. Ich denke schon, dass Feminismus auch Männer etwas angeht. Vor allem, weil ein Patriarchat auch Nachteile für Männer innehat. So wird in einem Patriarchat auch von Männern erwartet eine bestimmte Rolle in der Gesellschaft einzunehmen: Ein Mann muss stark sein, eine Familie versorgen, hart arbeiten und darf keine Gefühle zeigen. Der dadurch aufgebaute Druck ist auch für Männer eine große Belastung. Auch dagegen kämpf Feminismus. Feminismus geht es nämlich nicht nur um die Emanzipation der Frau, sondern unter anderem um das generelle Abschaffen von Geschlechterrollen und geschlechtsbedingten Vorurteilen und Gleichberechtigung ALLER Geschlechter. Sie wollen also keine matriarchalische Gesellschaft schaffen, sondern eine Welt, in der niemand aufgrund seines Geschlechts Benachteiligung oder Diskriminierung ausgesetzt ist. Und auch, wenn gerne behauptet wird, Frauen hätten doch schon genauso viele Rechte wie Männer und würden keine Benachteiligung mehr erfahren, ist Feminismus immer noch eine wichtige Bewegung. Denn auch wenn Frauen wählen und studieren dürfen, gibt es immer noch Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern. Beispielsweise der „Gender-Pay-Gap“, also die geschlechtsspezifische Lohnlücke. Nachweislich verdienen Frauen in den selben Berufen heute noch weniger als Männer. In unserer Gesellschaft herrschen immer noch Rollenbilder und Klischees: Mädchen spielen gerne mit Puppen, schminken sich, interessieren sich für Mode; Jungs spielen Fußball und interessieren sich für Autos; Männer arbeiten in Berufen die Kraft erfordern wie z.B. auf der Baustelle und legen Wert auf ein hohes Einkommen, wobei Frauen lieber in sozialen Berufen arbeiten und am besten nur halbtags, weil sie sich noch um die Kinder und den Haushalt kümmern. Tatsächlich lässt sich aus Umfragen ablesen, dass viele dieser Klischees prozentual betrachtet sogar in den meisten Fällen zutreffen. Die Frage, die sich an diesem Punkt stellt ist allerdings: Sind diese Interessenunterschiede wirklich biologisch bedingt? Oder werden wir von Anfang an dazu erzogen, uns entsprechend unseres Geschlechts zu kleiden und zu verhalten? Das bedeutet keineswegs, dass eine Frau, die einen sozialen Beruf ausführt, dies nur aufgrund anerzogenen Klischees tut. Aber alle Unterschiede der Geschlechter mit unserer Biologie zu begründen ist weder korrekt noch zielführend. Die Philosophin Simone de Beauvoir war der Meinung, dass das Geschlecht ein gesellschaftliches Konstrukt sei. Dem stimme ich zwar nicht ganz zu, da es trotz allem auch biologische Unterschiede gibt (so sind Männer beispielsweise in den meisten Fällen von Natur aus stärker als Frauen), aber ich denke auch, dass viel weniger von der Biologie bedingt ist, als man erst denkt. Die unterschiedliche Behandlung von Geschlechtern (z.B. in der Arbeitswelt) ist in den meisten Fällen durch ebendiese Vorurteile bedingt. Daher muss man bei der Lösung dieses Problems bei den Wurzeln beginnen. So sollte zum Beispiel in den Schulen mehr über Vorurteile und Feminismus aufgeklärt werden.

  42. Obwohl Feminismus historisch gesehen hauptsächlich von Frauen vorangetrieben wurde, gibt es auch einige Männer, die sich als Feministen engagieren um für die feministischen Ziele eintreten. Wichtig ist es, zu erläutern, dass Feminismus nicht bedeutet, dass Männer benachteiligt werden, sondern dass Geschlechtergerechtigkeit angestrebt wird. Das ist leider ein Problem, das viele Männer bis heutzutage sogar noch denken.
    Feminismus ist notwendig, da Frauen in vielen Gesellschaften immer noch mit Ungleichheiten und Diskriminierung konfrontiert sind. Frauen haben oftmals weniger Zugang zu Ressourcen, Bildung, Führungspositionen und verdienen im Durchschnitt weniger als Männer, obwohl sie die gleiche Tätigkeit praktizieren. In einer so modernen Gesellschaft wie unserer, finde ich es schade dass heutzutage immernoch solche Bedingungen existieren.
    Außerdem gibt es keine „typischen“ Frauen- oder Männersachen, da Interessen, Fähigkeiten und Vorlieben individuell sind und nicht ausschließlich durch das Geschlecht bestimmt werden sollten. Diese Geschlechterrollen und Stereotypen haben jedoch dazu geführt, dass bestimmte Tätigkeiten oder Berufe als „weiblich“ oder „männlich“ angesehen werden. Eine vielfältige Gesellschaft sollte jedoch Raum für individuelle Entscheidungen und Freiheiten bieten, unabhängig vom Geschlecht.
    Die Gründe für die unterschiedliche Behandlung von Männern und Frauen sind komplex und vielschichtig, die sich im Laufe der Jahrhunderte geprägt haben. Historisch betrachtet haben diese Strukturen und Geschlechterstereotype dazu beigetragen, dass Frauen in vielen Bereichen benachteiligt wurden. Diese „Strukturen“ blieben oft über Generationen hinweg erhalten. Eine Verbesserung der Politischen Maßnahmen wie Gesetze und Richtlinien sind dementsprechend gefördert und wichtig, denn sie können dazu beitragen, Diskriminierung zu bekämpfen und die Gleichstellung der Geschlechter zu fördern.
    Es ist deshalb sehr entscheidend, dass Menschen aller Geschlechter zusammenarbeiten, um Geschlechtergerechtigkeit zu erreichen- auch Männer. Diese sollten sich für die Gleichberechtigung der Frauen einsetzen, denn nur so kann eine ganzheitliche Gesellschaft entstehen.

  43. Feminismus (lat. femina- Frau) – es geht u.a. um Geschlechtergleichheit und die unbedingte Unterlassung von Diskriminierung von Frauen.
    Ist dies deshalb nur Sache der Frau?
    Meiner Meinung nach kann dieses Ziel der Geschlechtergleichheit nur funktionieren, wenn es auch zur Männersache wird.
    Jetzt stellt sich auch die Frage: Gibt es denn typische Frauen- oder Männersachen? Ich finde, ja, es gibt sie.
    Laut Studien sind beispielsweise Frauen als Automechanikerinnen oder Männer als Erzieher heutzutage noch eher selten verbreitet. Dies heißt jedoch nicht, dass nur Männer Mechaniker sein müssen. Natürlich gibt es auch einige Frauen, die ihre Berufung hier sehen.
    Nun kommen wir zu der Bezahlung beziehungsweise Anstellung. Noch öfters werden Frauen nicht angestellt, weil die Arbeitgeber das Gefühl haben, dass Männer besser dafür geeignet sind. Haben beide dieselbe Erfahrung und die gleichen Kenntnisse und Qualifikationen, kann man unbedingt von Diskriminierung sprechen.
    Doch die Frauenquote ist meiner Meinung nach nicht der richtige Weg, dagegen vorzugehen. Der angestrebte Zweck der Frauenquote ist die Gleichstellung von Frauen und Männern in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und allen restlichen Bereichen. Daher werden im Allgemeinen Quoten von mindestens 30 bis 40 % gefordert. Doch was, wenn nun Frauen mit geringer Qualifikation und Kenntnissen Männern mit jahrelangen Erfahrungen vorgezogen werden? Das ist dann wiederum ungerecht.
    Daher gilt es, Männer und Frauen immer gleich zu behandeln, wenn beide dieselbe Qualifikation besitzen, ansonsten ist es Diskriminierung, gegen die unbedingt vorgegangen werden muss.
    Doch was kann man machen, um die Situation der Diskriminierung zu verbessern? Meiner Meinung nach braucht es das Ergreifen wirksamer, verhältnismäßiger und abschreckender Maßnahmen gegen Diskriminierung und die unbedingte Stärkung und Unterstützung von Menschen, die von Diskriminierung betroffen sind, bei der Durchsetzung ihres Rechts auf Gleichbehandlung, denn so steht es auch im Grundgesetz Artikel 3, 1): Männer und Frauen sind gleichberechtigt- und so soll es auch sein/ werden.

  44. Feminismus ist schon weit in der Geschichte zurück verankert. Wenn man sich allein die Revolution 1848 in Deutschland anschaut, wird deutlich, dass Frauen tatkräftig für ihre Rechte einstehen und auch laut werden. Auch schon damals gab es willensstarke männliche Unterstützer.
    Damit ist eine Sache klar: Feminismus ist nicht nur Frauensache, sondern betrifft auch Männer. Es geht um die Gleichberechtigung und für gleiche Rechte aller Geschlechter einzustehen, um eine gerechtere und inklusivere Gesellschafft zu schaffen. Männer können ebenfalls von einem feministischen Ansatz profitieren, indem sie beispielsweise von starren Geschlechterrollen befreit werden und dadurch mehr Freiheit in ihrer Lebensgestaltung haben. Nach wie vor werden dem weiblichen Geschlecht Charaktereigenschaften zugewiesen, die deutlich darauf hinweisen, dass sie das schwächere Geschlecht wären. Männer hingegen werden starke, beschützerische Eigenschaften zugewiesen. Dieses geschlechtliche Rollenbild ist total veraltet und gehört nicht ins 21. Jahrhundert.
    Außerdem ist Feminismus nach wie vor, trotz gewisser Fortschritte, wegen Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern dringend notwendig. Frauen verdienen oft für die gleiche Arbeit weniger als Männer, haben weniger Zugang zu politischer und wirtschaftlicher Macht und sind oft Opfer von geschlechterspezifischen Gewalt und Diskriminierung. Solange diese Ungleichheiten bestehen, ist es wichtig, für die Rechte und die Gleichstellung aller Geschlechter zu kämpfen und den Feminismus als Bewegung aufrechtzuerhalten.

  45. Es gibt natürlich verbreitete typische Frauen- und Männersachen. So heißt es oft im Berufsfeld Frauen würden sich eher weniger für technische Berufe eignen als Männer und sind deshalb dort in der Unterzahl vertreten. Dies kann man aber so pauschal nicht sagen, da es durchaus auch Frauensache sein kann. Ebenso verhält es sich mit Kinderspielzeug. Heutzutage kann man nicht mehr sagen als Junge darf man nicht mit Puppen spielen oder Mädchen nicht mit Autos. Meiner Meinung nach bezieht sich Feminismus nicht nur allein auf Frauen, obwohl man dies aufgrund des Wortlautes meinen könnte, sondern auch auf Männer, da sie viel dazu beitragen können, damit sich die Geschlechterungerechtigkeit reduziert. Die Unterschiede für eine unterschiedliche Behandlung von Männern und Frauen könnten auch immer noch in der Vergangenheit liegen, da es immernoch einige Menschen in dem Fall mehrheitlich Männer gibt, die beispielsweise finden ,,Frauen gehören in die Küche,,. Männer finden deshalb auch ganz anders zum Feminismus, nämlich indem sie ihr Privileg erkennen, das ihnen noch in vielen Bereichen mehr voraus liegt als Frauen. Hingegen Frauen sich für den Feminismus durch das Erleben von Diskriminierung engagieren. Aufgrund der privilegierten Position von Männern, die sie sogesehen ermächtigt, sollte dies gleichzeitig zu der Verpflichtung leiten sich feministisch zu engagieren, denn richtig ist es doch, dass sowohl Männern und Frauen in der Gesellschaft die gleichen Rechte und Würde zugestehen. Das Problem beim Feminismus allerdings ist, dass eben allein der Wortsinn Männer schon nicht dazu einlädt sich für den Feminismus zu engagieren. Nur eine Definition sollte den Mann zwar nicht abschrecken aber neues Vokabular oder zumindest die Reflexion ihrer Rolle und in dem Sinne ein Wechsel der Perspektive, um zu verstehen wie Diskriminierung entsteht, ist in meinen Augen von Nöten. Im Zuge dieses Prozesse wird automatisch klar, wo man die Situation persönlich verbessern kann ( Partnerschaft, Beruf, als Elternteil…). Nur wenn sich alle Geschlechter zusammenschließen, können wir uns gesellschaftlich weiterentwickeln und Männer können mindestens 50 Prozent dazu beitragen.

  46. Ist von Feminismus die Rede, wird in den allermeisten Fällen Gleichberechtigung gefordert, also, dass Frauen die selben Chancen/Möglichkeiten wie Männer bekommen, Männer aber natürlich auch dieselben wie die Frauen und somit beide Geschlechter gleich behandelt werden. Somit sollte Feminismus definitiv auch Männersache sein, denn eine Veränderung ist nur dann möglich, wenn sich der größtmögliche Teil dafür einsetzt und eine Veränderung dadurch überhaupt erst ermöglicht werden kann.
    Dies ist notwendig, da es heutzutage immer noch der Fall ist, dass in einigen Bereichen die beiden Geschlechter nicht gleich behandelt werden, weshalb z.B. eine Frau den selben Lohn wie ein Mann erhalten sollte, sofern die selbe Leistung erbracht wird, da es schließlich auf die Leistung ankommt und nicht welches Geschlecht diese vollbringt. Aber wenn es lediglich darum geht die Frauenquote aufrecht zu erhalten, ist es meines Erachtens nicht der richtige Weg, wenn es beispielsweise kompetentere Personen gibt, die diese Arbeit übernehmen könnten.
    Gibt es jedoch typische Männer- und Frauensachen? Die stereotypische Denkweise lässt diese Frage ganz einfach mit „Ja“ beantworten, aber lediglich deshalb, weil diese Strukturen in der Vergangenheit von der Gesellschaft vorgegeben wurden und sich somit bei vielen dadurch verankert haben. Dies soll jedoch nicht heißen, dass die typischen Frauen-/Männersachen dem anderen Geschlecht vorbehalten werden, sondern sich jede Person damit identifizieren kann wenn man es möchte.
    Das gesamte Thema rund um den Feminismus ist somit sehr weitreichend und trotz bereits vieler Veränderungen immer noch aktuell.

  47. Im 19. Jahrhundert, nach den Befreiungskriegen Napoleons, brach in Deutschland bei den Frauen ein großer Wunsch nach mehr Gleichberechtigung und Emanzipation aus. Die damals gegründeten Vereine bildeten die Vorgänger der späteren politischen Vereine und diese, sowohl als auch die Französische Revolution im 18. Jahrhundert, brachten den Stein für die Gleichberechtigung der Frauen ins Rollen.
    Feminismus hatte also schon vor längerer Zeit seine Anfänge und ist meiner Ansicht nach sehr wichtig, und nicht mit „Männerhass“ gleichzusetzen, da es auf Gleichberechtigung und nicht auf das gegenseitige Beherrschen oder Übertrumpfen ankommt. Denn dies ist für alle Geschlechter, und nicht nur ausschließlich für Frauen, von Vorteil. Aufgrund dessen ist es notwendig, dass sich auch Männer für die Gleichberechtigung der Frauen einsetzen und somit eine Gesellschaft mit gegenseitigem Respekt, Würde und den gleichen Rechten schaffen. Rollenbilder müssen gänzlich abgeschafft werden, die vor allem dadurch bestehen, dass manche Menschen das Bedürfnis haben an Traditionen festzuhalten. Denn das Rollenbild der Frauen als tugendhaft, fleißig und sittsam entstand schon früher, als die Frau gänzlich als die Erzieherin der Kinder und als Hausfrau und Ehefrau angesehen wurde. Dabei fühlten sich Männer als das stärkere Geschlecht mit mehr Rechten, und Frauen hatten auch häufig nicht das Recht für sich Entscheidungen zu treffen, dies geschah durch einen Vormund (Vater, Bruder, Ehemann).
    Der Beschreibung der Frau als sanft und unfähig und die Pflicht eines Mannes, stark sein zu müssen ist jedoch in der heutigen Zeit völlig fehl am Platz. Denn nicht nur das weibliche Geschlecht, sollte genauso akzeptiert werden wie das männliche, sondern jeder Mensch allgemein, der dem „Idealbild“ abweicht, muss akzeptiert werden. Es existieren dennoch immer noch stereotypische Männer- und Frauensachen, wie beispielsweise bei Farben (rosa, blau), Sportarten oder Kleidungsstücken.
    Um diese prekäre Lage der Ungleichheit zu überwinden, muss vor allem kommuniziert werden und gegenseitiges Verständnis sowie Unterstützung herrschen. Schlussendlich kann nämlich nur gemeinsam eine Gesellschaft, geprägt von gleichen Rechten, Respekt und Entgegenkommen geschaffen werden.

  48. Meiner Meinung nach, bezieht Feminismus nicht nur Frauen sondern auch Frauen mit ein. Feminismus bedeutet Gleichberechtigung beider Geschlechter. Ich denke nicht, dass es wirklich Frauen- und Männersachen gibt, nur solche die die Gesellschaft bestimmt hat. In diesem Punkt hat Simone de Beauvoir recht, da die Gesellschaft den beiden Geschlechtern Stereotype auferlegt hat. Wäre Pink von Anfang an eine „Farbe für Jungen“ und grün für Mädchen, hätten wir es genauso übernommen. Heißt, dass Feminismus (=Gleichberechtigung für alle) uns alle betrifft. Denn nicht nur die schlechtere Bezahlung der Frauen bei der Arbeit, sondern auch dass es keine Wickeltische in Männertoiletten für Bsp. alleinerziehende Väter gibt, sind Ziele des Feminismuses. Männer und Frauen sind im Grunde nur Menschen und für die selbe Arbeit, sollte der selbe Lohn bezahlt werden, unabhängig des Geschlechtes. Dieses Thema ist trotz großer Fortschritte heute immer noch aktuell und nicht selbstverständlich.

  49. „Feiminismus ist doch nur eine Frauensache. Da steckt ja bereits im Namen das Wort „femina“ (lat. Frau) drin, da kann es ja nur für Frauen von Bedeutung sein“
    Diesen Aussagen ist meiner Meinung nach nicht zuzustimmen. Denn letztenendes kann der Feminismus nur dann seine Wirkung entfalten, wenn die gesamte Bevölkerung (somit auch der Mann) sich für diesen einsetzt. Dies bedeutet ebenfalls, dass es nicht funktionieren wird, wenn nur eine Seite den Feminismus trägt. Sei er noch so extrem, so ist er nicht in der Lage, ein Ersatz für generelle Unterstützung des Feminismus durch Mann und Frau darzustellen. Dabei ist dieser zu extreme und aggressive Feminismus auch generell abzulehnen, weil er nicht mehr nur Aufklärungszwecke verfolgt, sondern teils auch über das hinausschlägt, und nur Wut und Hass verbreitet.
    Aber was kann man nun im Sinne des Feminismus machen? Darf man dann überhaupt noch von Männer- und Frauensachen reden? In meinen Augen definitiv. Denn nur weil es eine Frauensache ist, heißt es ja nicht dass es etwas nur für Frauen gibt, genauso andersrum. Die Bezeichnung von etwas als „Frauen- oder Männersache“ schließt das andere Geschlecht ja nicht mit aus, sondern drückt viel mehr nur aus, dass es eine Sache ist, für die sich tendenziell EHER das Geschlecht XY interessiert,
    aber sicherlich nicht ausschließlich.

  50. Feminismus ist definitiv auch Männersache. Mich schockt es, dass die häufigste Reaktion von Männern auf Feminismusthemen daraus besteht, sich persönlich angegriffen zu fühlen. Sie sehen in der Feminismusbewegung lediglich eine Bedrohung . Das kontroverse Thema Frauenquote ist ein Beispiel hierfür. Viele Männer befürchten, nur aufgrund ihres Geschlechts ihren Traumjob, für den sie eigentlich exzellent qualifiziert sind, nicht zu erlangen. Ein Stück weit ist diese Befürchtung gerechtfertigt. Meiner Meinung nach ist die Frauenquote auch ein Holzweg, doch mich stört, dass das, was die Männer befürchten, für Frauen schon immer Alltag war: Etwas verwehrt zu bekommen, nur weil man eine Frau ist. Dass vieler Männer hierbei nicht ihre Perspektive ändern und möglicherweise mit Alternativen zur Frauenquote Eigeninitiative zeigen, beweist für mich, dass das Problem der Männer ist, feministische Maßnahmen von Grund auf abzulehnen, weil es aus ihrer Sicht Nachteile für sie selbst bergen könnte, was wiederum offenlegt, in was für einer priviligierten Stellung sie sich befinden. Hier setzt Feminismus unter anderem an, bzw. hier sollte die Bewegung ansetzen.
    Viele Männer übersehen im Angesicht der Feminismusbewegung die Vorteile, die sie aus ebendieser ziehen können. Die Loslösung von Geschlechterrollen bringt für beide Geschlechter viele Vorteile. Männer sollten nicht mehr dazu erzogen werden, die „Rolle des starken Beschützers“ einzunehmen, die übrigens zahllosen Männern auf der Welt psychische Probleme bereitet, da sie an diesem Rollenbild scheitern. Dieses Rollenbild, das außerdem Frauen als das schwächere Geschlecht ansieht, ist zu fest in unserer Gesellschaft verankert. Beide Geschlechter ziehem hieraus Nachteile. Auch hier setzt der Feminismus an.
    Deshalb ist es wichtig, dass beide Geschlechter begreifen, wie unentbehrlich die Zusammenarbeit der Geschlechter ist, um die Gesellschaft in eine moderne Richtung zu lenken.

  51. Um die Fragen zu beantworten, sollte man erst mal sich klar machen, was Feminismus ist, und was er Bewegen möchte.

    Feminismus ist eine Bewegung, die sich für die Gleichstellung der Geschlechter einsetzt und gegen jegliche Form der Diskriminierung und Unterdrückung von Frauen kämpft. Es ist wichtig zu verstehen, dass Frauen aufgrund ihres Geschlechts oft benachteiligt werden, was sich in Bereichen wie Bildung, Lohn, politischer Teilhabe und vielem mehr zeigt. Daher ist Feminismus für alle Geschlechter relevant, einschließlich Männern. Männer können eine aktive Rolle dabei spielen, indem sie Vorurteile und Diskriminierung aufdecken und bekämpfen und sich für Geschlechtergleichheit einsetzen.

    Ist Feminismus überhaupt nötig?
    Ich bin der Meinung, dass Feminismus absolut notwendig ist. Obwohl in den letzten Jahrzehnten Fortschritte erzielt wurden, gibt es immer noch Unterschiede zwischen Männern und Frauen, die eine gleichberechtigte Gesellschaft verhindern. Frauen verdienen oft weniger als Männer für dieselbe Arbeit, haben weniger politische Macht und sind häufiger Opfer von Gewalt und Diskriminierung. Um eine gleichberechtigte Gesellschaft zu erreichen, ist es wichtig, dass wir uns für die Rechte und Chancen von Frauen einsetzen.

    Gibt es typische Frauen-/Männersachen?
    Ich denke, es gibt keine typischen „Frauen- und Männersachen“. Jeder Mensch sollte die Freiheit haben, seine Interessen, Fähigkeiten und Karriereziele unabhängig vom Geschlecht zu verfolgen. Geschlechterstereotypen und Vorurteile, die besagen, dass bestimmte Aktivitäten oder Karrieren nur für Männer oder Frauen geeignet sind, sind unangemessen und limitierend für alle.

    Gründe der unterschiedlichen Behandlungen:
    Die unterschiedliche Behandlung von Männern und Frauen kann auf tief verwurzelte Geschlechterstereotypen und Vorurteile zurückzuführen sein, die in unserer Gesellschaft seit Generationen vorhanden sind. Diese Vorurteile können dazu führen, dass Frauen diskriminiert werden und nicht die gleichen Chancen und Möglichkeiten erhalten wie Männer.

    Wie lässt sich die Situation verbessern?
    Ich denke, ein Weg zur Verbesserung der Situation kann darin bestehen, Vorurteile und Ungerechtigkeiten durch Bildung und Aufklärung zu bekämpfen, Gesetze und politische Maßnahmen zu unterstützen, die Geschlechtergleichheit fördern, und als Individuum und als Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen, um eine inklusive und gleichberechtigte Zukunft für alle zu schaffen.

  52. Meiner Meinung nach ist Feminismus auch eine Männersache, da es darum geht, Geschlechterungleichheiten zu beseitigen und eine gleichberechtigte Gesellschaft für alle Geschlechter zu schaffen. Es ist wichtig, dass sowohl Frauen als auch Männer sich für die Förderung der Geschlechtergleichstellung engagieren.
    Zudem ist Feminismus meiner Meinung nach dringend notwendig, da weltweit noch immer Ungerechtigkeiten und Diskriminierungen gegenüber Frauen bestehen. Dies kann in Form von Lohnungleichheit, begrenzten Bildungs- und Karrieremöglichkeiten, sowie geschlechtsbasierter Gewalt und sexueller Belästigung auftreten.
    Außerdem gibt es aus meiner Sicht keine „typischen Frauen- und Männersachen“. Jeder Mensch sollte frei sein, seine eigene Persönlichkeit und Interessen auszuleben, unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe, Religion oder anderen Faktoren.
    Die unterschiedliche Behandlung von Frauen und Männern resultiert aus tief verwurzelten, stark veralteten gesellschaftlichen Vorurteilen und Stereotypen, die in vielen Kulturen jedoch weiter verbreitet sind. Um diese Ungerechtigkeiten zu bekämpfen, ist es notwendig, dass alle Gesellschaftsgruppen zusammenarbeiten, um geschlechtersensible Bildung, eine umfassende Sensibilisierung und eine Überarbeitung der Gesetzgebung voranzutreiben.
    Es ist auch wichtig, dass jeder Einzelne seinen Beitrag leistet, indem er Vorurteile und Stereotypen hinterfragt, sich für die Förderung der Geschlechtergleichstellung engagiert und ein respektvolles Verhalten allen Geschlechtern gegenüber pflegt.

  53. Was ist feminismus eigentlich? Feminismus ist eine gesellschaftliche Bewegung, die die Gleichberechtigung von Frauen und Männern anstrebt, und es ist eine Sache für alle Geschlechter. Es gibt keine „Frauensachen“ oder „Männersachen“, da jeder unabhängig von Geschlecht und Geschlechteridentität von den Auswirkungen der Geschlechterdiskriminierung betroffen sein kann. Die unterschiedliche Behandlung von Männern und Frauen wird oft durch geschlechtsspezifische Stereotypen und Vorurteile sowie durch ungleich verteilte Machtverhältnisse in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft verursacht. Ein Weg zur Verbesserung der Situation ist die Sensibilisierung für Geschlechterungleichheiten und die Befürwortung einer geschlechtergerechten Gesellschaft durch Bildung und Aufklärung. Es ist auch wichtig, dass politische Maßnahmen eingeführt werden, die die Gleichstellung fördern und diskriminierende Praktiken bekämpfen. Es ist auch wichtig, dass sowohl Frauen als auch Männer ihre Privilegien und Vorurteile hinterfragen und ihre Rollen in einer geschlechtergerechten Gesellschaft neu definieren.

  54. Ja, Feminismus ist auch eine Männersache. Ziel feministischer Ethik ist es, Geschlechtergerechtigkeit zu erreichen und die Rechte und die Würde von Frauen zu schützen. Dies betrifft nicht nur Frauen, sondern alle Geschlechter, einschließlich Männer. Männer können eine wichtige Rolle dabei spielen, indem sie sich für die Rechte und Interessen von Frauen einsetzen und gegen patriarchalische Strukturen kämpfen, die sowohl Männer als auch Frauen einschränken. Alle sollten sich also dafür einsetzen, dass gerade im Arbeitsleben Gleichberechtigung herrscht, vor allem in Bereichen wie Bezahlung, Führungspositionen, etc. Ein Beispiel dieser Ungerechtigkeit ist, dass in den größten 200 Unternehmen Deutschlands nur 11,5% Frauen in Vorstandspositionen tätig sind, während Männer 88,5% einnehmen. Meiner Meinung nach sollten sich also alle dazu beteiligen, gegen diese Ungerechtigkeit anzukämpfen. Des Weiteren gibt es keine direkten, typischen Frauen- und Männersachen, wie zum Beispiel die Denkweise, dass Frauen mit Familie, Kinder, etc. assoziiert werden, während bei Männern das Gleiche nur mit Karriere, Geld, etc. passiert. Meiner Meinung nach sollte also jeder Mensch in der Lage sein, sein Leben so zu leben, wie er möchte bzw. es mit entsprechenden Begriffen zu assoziieren. Deshalb finde ich es auch falsch zu sagen, dass es „schlecht“ ist, dass Frauen vermehrt in Teilzeit arbeiten, während Männer Karriere machen. Denn in vielen Familien, entscheiden meist beide Elternteile, wer welche Rolle übernimmt, und jedem soll diese Entscheidung frei überlassen sein. Nun also zu sagen, dass Begriffe wie Küche, Kinder oder Familie einer Frau aufgrund von biologischen Unterschieden zum Mann zugeschrieben werden können, ist falsch. Der Grund für unterschiedliche Behandlung von Mann und Frau ist also nicht biologisch bedingt, sondern liegt and dem gesellschaftlichen Aufbau, der durch historische, Frauen-benachteiligende Ereignisse (z.B. späteres Wahlrecht für Frauen, etc.) oftmals beeinflusst wurde. Jedoch ist es auch wichtig anzumerken, dass in vielen Bereichen der Arbeitswelt auch Gleichberechtigung stattfindet, dies wird auch teilweise durch die Frauenquote bedingt, denn es gibt immer mehr Frauen in Führungspositionen, die nicht aufgrund ihres Geschlechts, sondern aufgrund ihrer Qualifikation eigestellt wurden.

    Mein persönlicher Weg zur Verbesserung der Situation ist also, Bewusstsein zu schaffen und gegen jegliche Form der Diskriminierung aktiv zu werden. Dazu gehört auch, Vorurteile, Klischees, etc. zu hinterfragen und zu bekämpfen und für eine gleiche Behandlung beider Geschlechter zu sorgen

  55. Es ist meiner Meinung nach wichtig, dass sowohl Frauen als auch Männer an der Bekämpfung von Geschlechterdiskriminierung und der Förderung von Geschlechtergleichstellung beteiligt sind. Feminismus ist auch eine Männersache, da Männer ebenfalls von patriarchischen Strukturen betroffen sind und von einer gleichberechtigten Gesellschaft profitieren. Ich denke, dass Feminismus notwendig ist, um die Diskriminierung von Frauen in allen Bereichen der Gesellschaft zu bekämpfen und ihnen die gleichen Chancen und Rechte wie Männern zu geben. Es ist wichtig, die strukturellen Ungerechtigkeiten zu erkennen und zu bekämpfen, die Frauen daran hindern, ihr volles Potenzial auszuschöpfen und gleichberechtigt an der Gesellschaft teilzunehmen.

    In der Regel zeigen sich „typisch Männer“ oder „typisch Frauen“ in Berufen, Hobbys oder Kleidungsstilen. Die Gründe dafür sind vielfältig und sind oft historisches, kulturell oder sozial bedingt. Diese Unterscheidungen führen jedoch oft zu Benachteiligungen von Frauen und Männern in Bezug auf Karrieremöglichkeiten, Lohn und gesellschaftlicher Anerkennung. Um die Situation zu verbessern, ist der erste Schritt, die Vielfalt und die individuellen Wünsche und Fähigkeiten von Menschen zu unterstützen, anstatt stereotype und falsche Vorstellungen von Geschlechterrollen zu befolgen.

  56. Was versteht die Gesellschaft unter Feminismus? Ist das ein reines „Frauending“, oder betrifft Feminismus auch die Männerwelt? Ich würde sagen ja!
    Feminismus ist ein Begriff für gesellschaftliche Strömungen und soziale Bewegungen, welche sich kritisch mit der weiblichen/männlichen Geschlechterordnung auseinandersetzt und die vor allem ein Umdenken in den Köpfen der Gesellschaft erreichen möchte. Die Möglichkeiten und Privilegien welche sich im Alltag und im Berufsleben eröffnen, sollten für alle Geschlechter meiner Meinung nach gleich sein.
    Im vorhandenen Film wird diese noch immer getrennte Geschlechterungleichbehandlung verdeutlicht. Gerade das Berufsleben wird kritisch im Film durchleuchtet und es ist klar zu erkennen, dass gerade in diesem Bereich noch viel Handlungsbedarf besteht. So sind beispielsweise noch immer in den Führungspositionen lediglich 30% mit Frauen besetzt, in den größten Unternehmen sitzen gerade mal 11,5% Frauen in der Vorstandschaft. Wie kann das nachvollziehbar begründet werden? Im Film wird dies mit dem Ähnlichkeitsprinzip erklärt: waren bisher die Vorstandsposten mit Männern besetzt, stellen diese wieder nur Männer ein und die qualifiziertere Frau bleibt aufgrund ihres Geschlechts „Außen vor“, wird nicht berücksichtigt.
    Schon allein deswegen, ist es Wichtig das „Frau“ sich zeigt und für ihre Rechte und Privilegien kämpft, indem sie auf dieses Dilemma in Form von Demostrationen und Kundgebungen aufmerksam macht. So fordert die „Frau von heute“ beispielsweise das gleiche Gehalt bei gleicher Tätigkeit. Denn noch immer wird der Mann um knapp 18% höher entlohnt, bei gleicher Tätigkeit wie der Frau. Warum? Gibt es dafür eine sinnige Erklärung…ich meine Nein!
    Deshalb muss unbedingt ein Umdenken in den Köpfen Aller her. Gleichberechtigung geht Alle an, nicht nur die Frau provitiert davon. Wie heißt es im Film so schön…Gleichberechtigung braucht einander, die Geschlechter provitieren voneinander und sollten keinesfalls in Konkurrenz zueinander stehen. Wie im Film ebenfalls vorgeschlagen, könnte doch die familienspezifische Rollenverteilung wie folgend aufgebrochen werden: beide Partner arbeiten jeweils 4 Tage in der Woche und „teilen“ sich die finanzielle Versorgung der Familie sowie die Kindererziehung untereinander auf. So wird die Frau als gleichberechtigter finanzieller Partner angesehen und der Mann teilt die finanzielle Versorgung mit seiner weiblichen Partnerin und gemeinsam verbringen sie vermehrte ungetrübte Familienzeit miteinander. Und ist das nicht das, was wir Alle wollen, egal ob Mann oder Frau? Somit wäre ein Umdenken Aller auch in diesem Bereich wichtig.
    Jeder in der Gesellschaft, egal ob Mann oder Frau, sollte die Augen öffnen und sich bewusst machen, dass es Ungleichheiten noch immer gibt, auch wenn „Mann“ /“Frau“ nicht direkt davon betroffen ist. Jeder sollte nach seinem Gewissen entsprechend handeln und sich mit dem Thema Feminismus persönlich auseinandersetzen. Dabei bleibt es nicht aus, sich bestimmten Fragen, wie im Film schon erwähnt, zu stellen:
    Was bedeutet Sexismus für die Frau? Wann fühlt sie die Frau sexuell bedrängt, wann beginnt für „Frau“ sexueller Übergriff?
    Werden bei einem beruflichen Meeting alle gehört, auch die Frauen? Wie verhalte ich mich als Mann wenn mir auffällt, dass Frau wissentlich und absichtlich übergangen wird, nehmen ich Stellung dazu und frage direkt nach dem Warum? Beziehe ich bewusst Haltung und unterstütze und stelle mich „hinter“ die Frau?
    Handeln wir solidarisch? Geht „Mann“ selbstverständlich dazwischen, wenn eine Frau körperlich bedrängt wird? Erhebt „Mann“ die Stimme für die Rechte der Frau?
    Betrachtet man dies nun im Allgemeinen, lässt sich deutlich erkennen, dass Feminismus nicht nur reine „Frauensache“ ist, sondern auch Männer betrifft und die Gesellschaft (die Männer sind dabei inbegriffen) die Feministische Bewegung akzeptieren und unterstützen sollte, nur dann wird es gelingen in einer Geschlechtergleichberechtigten Welt zu leben.

  57. Feminismus, ein weit verbreiteter Begriff, doch wird er auch weitverbreitet innerhalb der Gesellschaft gelebt? Wird er nur vom weiblichen Teil der Bevölkerung gelebt? Braucht es überhaupt Feminismus?
    Ich bin der Meinung, ja, es braucht den Feminismus. Denn der Feminismus verkörpert eine gesellschaftliche Bewegung, in dieser alle Menschen gleichberechtigt sind, egal ob Männlich oder Weiblich. Beide Geschlechter sollten die gleiche Möglichkeiten und Privilegien haben. Haben sie schon hier in Deutschland? Nein, haben sie nicht. Denn wie in dem Film eindrucksvoll beschrieben, sind Frauen zwar mittlerweile an Wahlen beteiligt, können studieren was sie wollen und sind auch in ihrer Berufswahl „frei“…doch sind sie das wirklich? Denn nachweisbar sind lediglich 30% der Führungspositionen mit Frauen besetzt, 11,5% Frauen entscheiden in den 200 größten Unternehmen in Vorstandpositionen mit. Das Problem: Menschen neigen dazu, nach dem Ähnlichkeitsprinzip zu handeln: bisher waren die Vorstandsposten mit Männern besetzt, diese stellen wieder nur Männer ein und die qualifiziertere Frau bleibt aufgrund ihres Geschlechts „Außen vor“, wird nicht berücksichtigt. Ist das Gerecht?
    In der Gesellschaft werden noch immer bestimmte Begriffe mit Typisch Mann, typisch Frau verbunden. So gehören Begriffe wie Karriere-Sicherheit-Geld zu typisch Mann, Begriffe wie Kinder-Familie-Erziehung zu typisch Frau. Wird es also nicht langsam Zeit umzudenken? Doch wird es und „Frau“ tut das auch schon, sie zeigen sich bei Demostrationen und Kundgebungen zur Gleichberechtigung und fordern laut und sichtbar ihr geschlechterunabhängige Recht ein, sowie alle Möglichkeiten und Privilegien als Frau zu haben, welche der Mann schon besitzt. So fordern sie z.B. das gleiche Gehalt bei gleicher Arbeit, denn noch immer wird bei gleicher beruflichen Tätigkeit der Mann um ca.18% mehr bezahlt…warum, was ist die sinnige Erklärung hierzu? Es gibt sie nicht, die sinnige Erklärung. Deshalb muss ein Umdenken in den Köpfen Aller stattfinden. Denn Gleichberechtigung unter den Geschlechtern geht Alle an, auch dem Mann. Gleichberechtigung braucht einander, sie provitieren voneinander und sollten nicht in Konkurrenz zueinander stehen. Ist es doch auch z.B. in Sinne des Mannes, ein harmonisches Familienleben zu führen, ohne Stress und Reibungspunkte innerhalb der Familie. So könnte doch wie im Film vorgeschlagen beide Partner jeweils 4 Tage in der Woche arbeiten und sich die finanzielle Versorgung der Familie und die Kindererziehung teilen. Die Frau steuert also nicht nur so „nett nebenbei“ etwas in die Haushaltskasse, sondern wird als gleichberechtigter finanzieller Partner, welcher die Haushaltskasse nach ihrer Möglichkeit bereichert, angesehen. Der männliche Partner teilt die finanzielle Versorgung (und Sorge) der Familie mit seinem weiblichen Partner und gemeinsam verbringen sie mehr ungestresste Zeit als Familie miteinander. Demnach wäre es also wichtig, dass ein Umdenken Aller, stattfindet.
    Jedem sollte bewusst sein, dass es Ungleichheiten immer noch gibt, auch wenn man nicht selbst davon betroffen ist, heißt es ja nicht, es gibt diese Ungleichheit nicht. Männer sollten sich eingestehen, dass es diese Ungleichheiten noch immer da sind und sie sollten nach ihrem Gewissen entsprechend dagegen ankämpfen und sich mit dem Feminismus auseinandersetzen. Erste Schritte könnten demnach folgende sein:
    Zuhören und Fragen: Was bedeutet beispielsweise Sexismus für die Frau? Wann fühlt sie sich Sexuell bedrängt, wann beginnt für „Frau“ sexueller Übergriff?
    Aufmerksam sein: Werden z.B. bei einem Meeting alle gehört, auch die Frauen? Fällt es auf, dass Frauen nicht berücksichtigt und gehört bzw. „gesehen“werden, sollte „Mann“ darauf aufmerksam machen und nach dem Warum fragen und die Frau unterstützen gehört zu werden
    Solidarisch gegenüber Frauen: Wird eine Frau körperlich bedrängt, sofort dazwischen gehen und „Stimme“ für die Frau und deren Rechte erheben.
    Wie man nun also unschwer erkennen kann, ist Feminismus nicht nur reine „Frauensache“, sondern auch Männersache und die Gesellschaft sollte unbedingt die Feministische Bewegung akzeptieren und unterstützen, eben auch durch die Unterstützung der Männer. Denn erst dann wird es gelingen, Gleichgeschlechtlich mit allen Rechten und Pflichten, Möglichkeiten und Privilegien in einer gleichberechtigten Welt zu leben.

  58. Meiner Meinung nach ist Feminismus klar auch Männersache, denn wie es schon die allgemeine Definition besagt, soll durch Feminismus ein Zustand angestrebt werden in dem sowohl Mann als auch Frau gleichberechtigt sind. Dies ist zum einen in der Arbeitswelt wichtig, besonders jedoch, und das vergessen die Meisten, geht es hierbei auch darum stereotypen aus den Köpfen der Menschen zu verbannen. Für mich ist es problematisch, dass Begriffe wie „Karriere“ und „Kinder“ sofort, von den meisten Menschen, einem bestimmten Geschlecht zugeordnet werden. Da finde ich, dass diese Themen und Aufgaben nicht an Geschlechter gebunden gehören. Jedoch bedeutet das nicht zwingend, dass keine Geschlechtertypischen Eigenschaften zugeordnet werden können, und es geht auch nicht zwingend darum Männer und Frauen in diesen Eigenschaften gleichzustellen. Ich persönlich kann und möchte es mir nicht herausnehmen zu analysieren in wie weit sich Männer und Frauen in ihrer Persönlichkeit unterscheiden, denn man kann nie abschließend sagen, wie viel biologisch und wie viel antrainiert ist. Darum geht es jedoch im Feminismus auch nicht. Für mich ist der Gerechtigkeitsbegriff eng mit dem Freiheitsbegriff verbunden. Daher geht es für mich im Kern einfach darum, dass jeder Mensch, die absolute Freiheit hat, so zu leben wie er möchte und dass kein Mensch einem anderen bevorzugt wird, auch nicht aufgrund des Geschlechts. Es geht darum die Entscheidungen jedes einzelnen zu respektieren. Femininums ist auch kein Handeln, es geht nicht darum ob eine Frau sich nun dazu entscheidet, sich ein Leben lang ausschließlich um die Kinder zu kümmern oder ob sie eine große berufliche Karriere anstrebt. Feminismus ist keine bestimmte Handlung und Lebensweise. Für mich ist Feminismus eine Einstellung, in der es darum geht, jedem Menschen die gleichen Chancen zu geben, ganz unabhängig von dem Geschlecht, und damit auch die Freiheit, selbstbestimmt zu leben. Daher ist Feminismus für mich unerlässlich und er betrifft zwingend die ganze Gesellschaft, also auch Männer. Für mich ist es daher wichtig zu klären, was Feminismus eigentlich bedeutet und worum es geht, nämlich einfach nur um Gleichberechtigung zur Verwirklichung eines selbstbestimmten Lebens für ALLE!

  59. Feminimus strebt die Gleichstellung der Geschlechter an, da es im 21 Jhd. immer noch Unterdrückungen der Frau gibt, egal ob es der Lon ist oder das verankerte sexistische Denken. Es gibt immer noch Unterschiede in Bezug auf auf die Behandlung der Geschlechter, sowohl in Bezug auf die gesellschaftlichen Erwartungen als auch in Bezug auf die beruflichen und wirtschaftlichen Möglichkeiten. Es gibt keine „typischen Frauen- und Männersachen“, da jeder Mensch seine eigenen Interessen und Fähigkeiten hat. Die Gründe für die unterschiedliche Behandlung von Männern und Frauen können kulturell, historisch und gesellschaftlich bedingt sein. Um die Situation zu verbessern, kann die Förderung von Bildung und die Sensibilisierung für die Geschlechtergleichstellung helfen, sowie die Unterstützung von Maßnahmen, die die Gleichstellung der Geschlechter fördern. Es ist extrem wichtig, dass sich jeder Einzelne bemüht, stereotype Vorstellungen von Geschlechterrollen zu hinterfragen und diskriminierendes Verhalten zu bekämpfen, egal ob Mann oder Frau. Männer werden oft in patriarchalischen Gesellschaften sozialisiert und legen dadurch häufig ein sexistisches Verhalten an den Tag, auch wenn dies unbewusst geschieht. Indem sie sich mit Feminismus auseinandersetzen und ihr eigenes Verhalten hinterfragen, tragen sie dazu bei die Geschlechterungleichheit abzubauen. Man darf nicht vergessen, dass Männer ca. 50% der Bevölkerung ausmachen. Denn um die Gleichberechtigung zu erreichen braucht es Hilfe von beiden Geschlechtern, und nicht nur von der Hälfte (in der Theorie). Außerdem sind Männer größtenteils in der Führungsposition und sind daher in der Lage, Entscheidungen zu treffen und haben dadurch die Macht die Gleichberechtigung von Männer und Frauen voran zu bringen.

  60. Avatar von Anne Grimm
    Anne Grimm

    Meiner Meinung nach ist Feminismus unbedingt auch Männersache. Das Recht gleich behandelt zu werden, egal in welcher Hinsicht, sollte nicht, durch jegliche äußere Umstände wie in diesem Fall das Geschlecht, eingeschränkt oder gar verhindert werden. Die Gesellschaft hat uns die Frauenrolle so eingetrichtert wie sie im herkömmlichen Sinne zu verstehen war. Der Nutzen der Frau sollte ausschließlich im Kinderkriegen und der anschließenden Erziehung, sowie der Haushaltung liegen. Genau hier liegt das Problem. Auch wenn die Rolle der Frau in der Gesellschaft in mancher Hinsicht zum Guten verändert wurde, bleibt in vielen Köpfen (meistens in denen von Männern) die veraltete, “ursprüngliche Frauenrolle” präsent. Das erschreckende ist, dass obwohl die “Frauenbewegung” schon lange ihren Lauf nimmt, immer noch eine Großzahl der Menschen, vor allem Männer, leider manchmal sogar Frauen, die Benachteiligung oder Unterdrückung der Frau einfach so hinnehmen. Auch wie Simone de Beauvoir schon sagte, liege das Problem nicht in den naturgegebenen Unterschieden zwischen Mann und Frau sondern vielmehr indem, was die Gesellschaft daraus gemacht habe. Diese entstandene gesellschaftliche Unterdrückung der Frau ist und war noch nie einfach zu bekämpfen. Im Laufe der Zeit und der damit einhergehenden Verbreitung der Frauenbewegung kamen hier und da Veränderungen, die der Frau die gleichen Möglichkeiten bieten sollten. So ist das herkömmliche Frauenbild in unserer heutigen Gesellschaft partiell verblasst, aus dem Hinterkopf der Menschen wurde es jedoch nie ganz verbannt. Frauen haben mehr Aufstiegschancen und Möglichkeiten Karriere zu machen, trotzdem gibt es immer noch Hindernisse wie beispielsweise die Frauenquote, die ja eigentlich helfen sollte, schließlich jedoch zur Abstempelung von Frauen in hohen Positionen geworden ist. Auch der sogenannte “Gender Pay Gap” kann beispielhaft für die häufig noch nicht so präsente Gleichberechtigung der Frau genannt werden. Was also tun gegen die stets gegenwärtige Diskriminierung und Unterdrückung der Frau? Zu aller erst ist zu sagen, dass Frauen keineswegs allein für ihre Gleichberechtigung kämpfen sollten. Es verlangt ambitioniertes Engagement und eine aktiv werdende Bevölkerung. Um signifikante Veränderungen zu bewirken, braucht es sowohl Frau, als auch Mann um das Ziel einer Geschlechter gerechten Gesellschaft zu verwirklichen. Also ja, Männer sind Teil des Problems und müssen somit unbedingt und in jedem Falle auch Teil der Lösung werden.

  61. Meiner Meinung nach ist Feminismus und die damit verbundene Einsetzung für die Frauenrechte und die Gleichberechtigung ein Thema, welches jedes einzelne Individuum in der Gesellschaft etwas angeht. Man kann nicht behaupten, dass einzig und allein die Frauen für ihre Gleichstellung mit den Männern kämpfen müssen. Auch wenn dies der erste Gedanke ist, mit dem man Feminismus verbindet, benötigt es die Hilfe der gesamten Bevölkerung, um eine Gleichberechtigung zu gewährleisten. Wie in dem Video von ZoomIN erklärt, kann das Ziel nicht ausschließlich mit der Hälfte der Bevölkerung erreicht werden. Man benötigt die Unterstützung aller.
    Auffallend ist definitiv, dass die Frauen immer öfters und auch präsenter die Chance bekommen, Karriere zu machen oder sich in der heutigen Gesellschaft zu behaupten. Dies ist ein deutlicher Unterschied zu den vergangenen Zeiten.
    Feminismus ist ein wichtiger Bestandteil in der heutigen Gesellschaft und wird auch in Zukunft benötigt. Der Sexismus und die Unterdrückung einzelner Frauen sind immer noch präsent und mithilfe der Feministen und Feministinnen kann man dem Ziel der Gleichberechtigung näherkommen. Auch wenn manche Ansichten und Vorgehensweisen extrem sind und nicht immer richtig, sind sie doch ein Schritt in die richtige Richtung.
    In der Vergangenheit haben die Männer einfach eine präsentere Haltung eingenommen und dies ist auch in den Köpfen der heutigen Gesellschaft fest verankert. Männer verdienen das Geld und kümmern sich einzig und allein um ihre Karriere, während die Frauen sich um die Familie und Kinder sorgen. Das ist unwiderruflich in unser Gedächtnis eingebrannt, doch ich bin der Meinung, dass man auf jeden Fall was dagegen tun sollte. Natürlich ist es schon viel besser geworden und auch die Möglichkeit besteht, dass Frauen ihren Karrieren nachgehen können, doch ist dies noch nicht zur Normalität geworden und das ist ein Zeichen, dass die gesamte Bevölkerung immer weiter für die Gleichstellung von Männern und Frauen kämpfen sollte. Das gegenseitige Verständnis und auch die Hilfsbereitschaft sind ein wichtiger Schritt.

  62. Meines Erachtens ist Feminismus natürlich auch Männersache. Um eine strukturelle Veränderung in unserer Gesellschaft zu bewirken, reicht es nicht wenn es nur etwa der Hälfte der Bevölkerung (den Frauen) vorbehalten wäre, sich für Feminismus stark zu machen. Ferner würde das auch den Eindruck erwecken, dass Feminismus für Männer nichts erstrebenswertes ist, obwohl unsere ganze Gesellschaft durch diese Bewegung einen positiven Wandel erfährt, der somit auch für beide Geschlechter erstrebenswert ist. Denn welcher Mann kann sich z.B. wirklich daran freuen, dass er in einem Unternehmen eingestellt wurde, wenn dies aufgrund seines Geschlechtes und nicht aufgrund seiner Qualifikation geschah. Wäre nun aber sicher gestellt, dass Frauen und Männer die gleichen Chancen auf diesen Job gehabt hätten und der Mann wäre trotz dessen eingestellt worden, so wäre er sich sicher, dass dies seiner Qualifikation zu zu schreiben war. Somit ist Feminismus also für alle ein Vorteil. Wie schon gesagt birgt Feminismus nicht nur Vorteile für die einzelnen Personen, sondern für die gesamte Gesellschaft, somit ist diese Bewegung meiner Meinung nach definitiv notwendig.
    Ich denke zwar das Männer und Frauen sich in vielen Sachen grundlegend unterscheiden, so gibt es einige Charaktereigenschaften, Interessen usw. die eher Männern und andere, die eher Frauen zu zuschreiben sind. Dennoch ist jeder Mensch anders und diese Interessen, Eigenschaften usw. treffen nicht auf jeden Mann oder jede Frau zu, ich spreche hier also mehr von einer Tendenz und nicht von etwas, dass generell auf alle Männer/Frauen zu trifft. Somit kann man sagen, dass Kinder z.B. eher eine Frauensache sind, da es deutlich mehr Erziehrinnen gibt, als Erzieher. Auch wenn es so gesehen Männer- und Frauensachen gibt, bedeutet dies nicht, dass diese Männer- und Frauensachen für immer gleich bleiben. Momentan scheinen mehr Frauen denn je z.B. den ganzen Tag arbeiten gehen zu wollen, anstatt sich um den Haushalt zu kümmern. Somit ist das Zuhause bleiben der Frau, das vor einigen Jahrzehnten noch eine Frauensache war, nun keine Frauensache mehr, da es zu wenige Frauen gibt, die dies anstreben. Kurzgesagt gibt es meiner Meinung nach also Frauen-/ Männersachen, dennoch sind diese nicht für immer festgelegt und können sich verändern.
    Um die Situation der Frauen zu verbessern sollte man damit anfangen v.a. Männer darüber aufzuklären wie sich viele Frauen in unserer Gesellschaft fühlen und ihnen die Missstände aufzeigen.
    Auch wenn ich verstehe, dass eine Frauenquote in vielen Unternehmen die einzige Möglichkeit ist um auch Frauen eine Chance auf eine höhere Position zu ermöglichen, muss diese zu einem passendem Zeitpunkt auch wieder abgeschafft werden. Denn zunächst einmal ist eine Frauenquote zwar notwendig um Frauen eine Chance auf eine Anstellung zu ermöglichen, doch so Chancengleich ist diese Methode auch nicht: Angenommen es bewirbt sich eine Frau und ein Mann auf eine Anstellung und obwohl der Mann eigentlich besser für den Job geeignet zu sein scheint, wird die Frau angestellt, weil das Unternehmen eine Frauenquote zu erfüllen hat. Meiner Meinung nach, ist die Frauenquote also ein schwieriges Thema, dass einerseits eine notwendige Methode für die Gleichberechtigung ist, andererseits aber auch bewirken kann, dass der Vorteil der Männer nicht in eine Chancengleichheit, sondern in einen Vorteil für Frauen übergeht.
    Die Rollen und Erwartungen die an Frauen gestellt werden, sind nicht dem biologischen Unterschied zu den Männern zu zuschreiben, sondern der sozialen Konstruktion. Ich denke es ist offensichtlich, dass man eine Aussage wie „Frauen gehören in die Küche.“ nicht biologisch begründen kann. Und auch wenn Frauen die Kinder austragen, tragen die Männer genauso ihren Teil zur Entstehung eines Kindes bei und haben somit dieselbe Verantwortung gegenüber dem Kind, wie die Frau es hat. Das der Mann die Familie versorgt, während die Frau sich um die Familie kümmert ist also biologisch nicht begründbar, abgesehen von den der Zeit der Schwangerschaft, in der es biologisch tatsächlich sinnvoll ist, dass der Mann die Familie versorgt, da die Frau dann mit ganz anderen Dingen umgehen muss. Sobald das Kind aber auf der Welt ist, gibt es keine biologische Begründung mehr dafür, dass die Frau es erzieht und der Mann der Versorger ist, vielmehr hat auch der Mann die Pflicht das Kind zu erziehen und für es gleichermaßen dazu sein, wie es die Frau ist, da es genauso sein Kind ist. Somit ist die Vorstellung, dass der Mann arbeiten geht, während die Frau zu Hause bleibt ein soziales Konstrukt und nicht eine biologische Begebenheit.

  63. Ich bin der Meinung, das Gleichberechtigung die Sache eines jeden Menschen ist, egal ob Mann oder Frau, da es nicht zur Gleichberechtigung kommen kann, wenn nur eine Seite diese einfordert. Übertriebenen Feminismus finde ich falsch, da dieser erst recht die Ungleichbehandlung fördert. So werden z.B. durch die Frauenquote ein gewisser Prozentsatz an Stellen belegt, und ein Mann mit höherer Qualifikation muss so viel länger auf einen Platz warten. Umgekehrt ist das natürlich nicht anders. Arbeitsplätze sollten also nicht nach Geschlechtern sondern nach Leistung vergeben werden, da sonst die Ungleichbehandlung erst so richtig gefördert wird. Es ist nun mal Fakt, dass Männer und Frauen grundsätzlich von Charakter und der Physik her unterschiedlich sind. Auch wenn z. B. Gleichberichtigung vor dem Gesetz von der Menschenwürde her unabdingbar ist, kann nicht gesagt werden, dass Männer und Frauen gleich sind und durch keine Unterschiede getrennt werden. Gleiche Behandlung kann nur erfolgen, wenn diese Unterschiede erkannt und respektiert werden um jeden so zu behandeln wie er wirklich ist, und nicht wie es politisch „korrekt“ erscheint. Da beide Geschlechter unterschiedliche Stärken und Schwächen haben, geht es darum diese zu fördern und nicht eine Frau mit Gewalt in die Rolle eines Mannes drücken zu wollen und andersrum.

  64. Um für die Gleichberechtigung von Mann und Frau zu sorgen, braucht es die ganze Bevölkerung, d.h. auch die Männer. Dennoch gibt es typisch Frauen- und Männersachen. Wie in dem Video des ZDF gezeigt wird, sind Geld und Karriere typisch Männersachen, Familie und Kinder typisch Frauensachen. Damit ist nicht ausgeschlossen, dass nur Männer viel Geld haben können oder nur Frauen sich um die Kinder kümmern. Das Frau und Mann unterschiedlich sind und deshalb auch unterschiedlich behandelt werden ist klar. Denn gäbe es keinen Unterschied, würde man sie auch nicht Mann und Frau sondern nur Mensch nennen.
    Dabei ist wiederum nicht auszuschließen, dass Männer mehr Gehalt bekommen sollten nur weil sie Männer sind. Wenn ein Mann und eine Frau die selbe Arbeit mit denselben Kenntnissen durchführt, sollte auch das gleiche Gehalt bezahlt werden. Wenn das nicht der Fall ist, kann man von Diskriminierung sprechen.
    Allerdings finde ich das den falschen Weg mit einer Frauenquote für Gleichberechtigung zu sorgen. Jeder Mensch sollte im Beruf nach dem beurteilt werden, was er geleistet hat, nicht aber nach dem Geschlecht.

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